Am Rand der Zeit liegt unbewegtes Hören, wo Schritte lernen, wie Vergessen geht. Die Stadt denkt nach - so würd ich schwören, ihr Schweigen weiß mehr, als ein Mund gesteht. Der Tag verlernt das Leuchten an den Kanten, Gedanken ziehen fahl durchs Angesicht. Was unerzählt blieb, - ruht in schmalen Spalten, als sei Bedeutung stets - zu sehr die Pflicht. Refrain Wenn Steine weinen, unbemerkt, verändert Schwere ihren Sinn. Dann zeigt sich, was kein Wort erreicht: Dass Dauer tiefer fühlt als wir es sind. Als wir es sind. Dass Dauer tiefer fühlt als wir es sind Als wir es sind. Erinnerung schreibt Linien in das Pflaster, kein Schritt entkommt der stillen Wacht. Vergangnes lehnt sich an die Gegenwart, wie Staub auf Sicht – beharrlich, - hart gemacht. Geduld zerreibt sich zwischen Grund und Ziel, Entscheidungen verlieren Form und Zahl. Vernunft entsteht im Abstand zum Gefühl und bleibt – das, was sie ist: kühl – formal. Refrain Wenn Steine weinen, unbemerkt, verändert Schwere ihren Sinn. Dann zeigt sich, was kein Wort erreicht: Dass Dauer tiefer fühlt als wir es sind. Als wir es sind. Dass Dauer tiefer fühlt als wir es sind. Der Abend zählt Geschichten im Gestein, kein Urteil folgt, nur Kenntnisnahme. Was Menschen mieden, nahm die Erde ein und trug es weiter ohne Klage. [Schluss] Doch Steine sind nicht aus Härte stumm, sondern aus Geduld so lange still. Und was wir Stärke nennen, ist oft nur die Angst, zu fühlen, was fühlen will.