
Die Welt riecht nach Asche Nach Konflikten und Kriegen Nach Angst in den Strassen Nach Stimmen Die sich an Schreie gewöhnt haben Und oft scheint es Als hätte die Dunkelheit Das längere Gedächtnis Sie wandert durch Jahrhunderte Trägt Kronen, Uniformen, Fahnen Spricht immer neue Namen Und meint doch dasselbe: Macht Und dennoch Mitten im Lärm der Härte Kniet irgendwo ein Mensch nieder Um einen anderen zu halten Mit blossen Händen gegen die Kälte der Zeit Vielleicht sind es nicht die Mächtigen Die die Welt verwandeln Vielleicht sind es die Müden Die Verletzten Die trotzdem noch zärtlich werden Denn in einer Zeit Die das Herz verhärten will Ist Mitgefühl Eine rebellische Flamme Und jedes Herz Das nicht zu Stein wird Trägt heimlich Ein Stück Morgenrot Durch die Nacht

