
Die Bussi Bussi Gemeinschaften - 09.10.2001
Die Bussi Bussi Gemeinschaften Wer möchte nicht angenommen sein? Wer möchte nicht als der der er ist in die Arme geschlossen werden? Wie schön ist es doch, als geliebter Bruder oder geliebte Schwester gesehen und gedrückt zu werden? In einer immer mehr angewiderten materialistischen Welt, die sich dumm und dämlich diskutiert, sucht das vereinsamte Individuum einen fixen Punkt, etwas was Beständigkeit, ja eine klare Orientierung bietet. Bussi, Bussi und in die Arme geschlossen, das war`s und ists was die Menschen suchen, aufgenommen und angenommen zu sein. Ich liebe dich, wie geht es dir, erzähl mir deine Erfahrungen. Bussi, Bussi und da bist du wer. Wehe wehe du fängst an zu kritisieren oder gar zu erkennen, dass hinter so manchem Bussi ein berechnendes Bestreben steckt. Bussi Bussi kann sich schnell in eine Ferne wandeln. Der Mensch heutzutage ist in größter Gemeinschaft, doch im Herzen sehr allein. Wenn dann der Mensch mit klarer überzeugender Botschaft mit seinem Herzen abgeholt wird, zieht schnell eine Verbindlichkeit ein. „Bussi, Bussi und ich liebe dich“ schafft das nötige „Wir,“ das so wichtige Wirgefühl ist die Senfte, auf der auch die gröbste Botschaft Platz hat. Eine Bussi Bussi Gemeinschaft ist nicht nur in religiösen Gefilden zu finden. Das liebe Geld zieht auch zur Gemeinschaft, alle dienen einem Herrn. „Mit Bussi Bussi drüber“ bekommt sogar der materialistisch Verkommenste, nach Liebe verlangende Gemeinschaftssuchende seine Gemeinde, in der er dann der liebe Bruder oder die liebe Schwester sein kann. Das liebe Geld ist die Eintrittskarte, dafür gibts dann ein gemeinschaftliches Verlangen. Diese gesellschaftliche Kühle fördert regelrecht eine Gesellschaft in der Gesellschaft. In noch zig Untergesellschaften darf man dann, was in der offiziellen Gesellschaft verlacht und nicht ernstgenommen ist. Bussi Bussi, bitte nicht mich, ich mag das gar nicht so.

