[Intro] (Fröhliches Zupfen einer Akustikgitarre, leichtes Klopfen auf den Gitarrenkorpus als Rhythmus) [Verse 1] Zwei Zimmer, dunkle Wände, die Vorhänge sind dicht, In seiner kleinen Höhle braucht er kein grelles Licht. Man sucht bei ihm vergebens nach Wellen in der Luft, Hier herrscht kein Funk-Chaos, hier regiert der Teeduft. Er braucht kein WLAN-Signal, das durch die Wände dringt, Weil er sein Glück viel lieber per Kabel zu sich bringt. Ein Klick, der Stecker sitzt, die Leitung steht bereit, Direkt am PC vergisst er Raum und Zeit. [Chorus] Er ist der Höhlenmensch im zweiten Stock, Auf Funk und WLAN-Suche hat er einfach keinen Bock. Der Mann im Dunkeln, doch sein Herz ist hell und weit, In seiner kleinen Höhle hat er alle Hände Zeit. Ein Kabel für den Rechner, der Rest bleibt einfach aus, Das Glück wohnt ohne Strahlung in seinem Höhlenhaus. [Verse 2] Am Morgen im Büro, da geht das Necken wieder los, Die Sprüche der Kollegen sind mal klein und mal famos. „Na, Steinzeit-Chef, sag an: Wie lebt’s sich hinterm Mond?“ Er lächelt nur ganz friedlich, weil sich Streiten gar nicht lohnt. Er schluckt den Spott mit Demut, ist loyal und immer da, Ein Ruhepol im Team, das ist allen längst schon klar. Er steckt den Spaß gern ein, denn sein Stolz ist keine Wand, Sein Frieden liegt viel tiefer, im eigenen Gedankenland. [Chorus] Er ist der Höhlenmensch im zweiten Stock, Auf Funk und WLAN-Suche hat er einfach keinen Bock. Der Mann im Dunkeln, doch sein Herz ist hell und weit, In seiner kleinen Höhle hat er alle Hände Zeit. Ein Kabel für den Rechner, der Rest bleibt einfach aus, Das Glück wohnt ohne Strahlung in seinem Höhlenhaus. [Verse 3] Doch nach der Arbeit wird es laut, er zieht die Schuhe an, Beim Volleyball am echten Netz zeigt er, was er so kann. Ein Smash, ein Block, ein Hechter – hier ist er voll im Flow, Ganz ohne Touchscreen-Action, das ist seine große Show. Und kommt er heim, dann setzt er erst mal frisches Wasser auf, Denn Kanne folgt auf Kanne im gemütlich’ Lauf. Kein Kaffee, sondern Tee – davon aber richtig viel, Dazu ein kluges Buch oder ein Strategiespiel. [Bridge] [Half-time feel, building up] Das Internet ist zwar im Haus, doch fest am Kupferstrang, Für ihn gibt’s kein Verbindungsaus und keinen Funk-Zwang. Kultur im Kopf, den Ball im Arm, den Becher in der Hand, Er hat das wahre Glück in der Genügsamkeit erkannt. [Guitar Solo] (Fröhliches, flinkes Akustikgitarren-Solo) [Chorus] Er ist der Höhlenmensch im zweiten Stock, Auf Funk und WLAN-Suche hat er einfach keinen Bock. Der Mann im Dunkeln, doch sein Herz ist hell und weit, In seiner kleinen Höhle hat er alle Hände Zeit. Ein Kabel für den Rechner, der Rest bleibt einfach aus, Das Glück wohnt ohne Strahlung in seinem Höhlenhaus. [Outro] Ja, er ist der Mann im Dunkeln... Zieht noch ’ne Kanne Tee auf... Ein Aufschlag am Netz, ein Zug auf dem Brett... Er braucht nicht viel, nur ein Kabel und Ruh’. Schalt die Welt mal aus – und hör ihm einfach zu. [End] (Man hört das Pfeifen eines Teekessels, ein mechanisches "Klick" eines LAN-Kabels und einen finalen, sanften Gitarrenakkord)


