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Der Moog als Licht im Dunkeln

Erst war das Chaos, wild und neu, Aus Silizium und Strom geboren, Ein Moog, der uns den Kosmos wies, In fernen Sphären tief verloren. In jener wilden Affenstunde, Als noch der Mensch im Dunkel rang, Ertönte aus dem tiefen Grunde Der erste, raue Trommelklang. Und tief in Pharaos Gärten drinnen, Floss klares Wasser, kühl und rein, Wo Orgel und Moog-Klänge rinnen, Strahlt hell ein heil'ger Tempelschein. Doch in dem Strom der kalten Nacht, Fand deine Seele keinen Halt, Du suchtest nach dem Lebensquell, Der durch die stillen Tempel schallt. Da schwieg die Maschine, sanft und weich, Das Klavier erwachte, rein und klar, Ein Hosianna und ein Mantra-Ruf, Der Ost und West im Geist gebar. Durch Urwald, Berge, lichte Höh'n, Klang deine Weise, tief und weit, Ein Botengang der Ewigkeit, Der uns von allem Schmerz befreit. Ein Samenkorn, im Wind verweht, Wuchs still zu einem weiten Meer, Wo heut' ein neuer Klang entsteht, Und füllt, was einsam ist und leer. Wenn junge Geister Tasten rühren, In einem grenzenlosen Raum, Kann man dein tiefes Erbe spüren, Als lichten, unvergang'nen Traum. Dein Nachhall weht durch ferne Sphären, Wo Stille sich mit Klang vermählt, Um uns den Frieden zu gewähren, Der dieser lauten Welt so fehlt. Nun tanzt dein Geist im Sternenlicht, Der Ton verklingt, doch bleibt das Licht.