
Abendgold (Der Erdbeermund)
frei nach Paul Zech "Ich bin so wild nach deinem Erdbeermund" [Verse 1] Der Wald steht stumm im Abendgolde, Die Nacht ist kühl, das Fleisch ist weich; Ich suche dich, du süße Holde, Im finstern, schattenhaften Reich. Dein Atem glüht wie reife Früchte, Ich irre blind im Sehnsuchtsrund, Zerronnen sind des Tages Lichte – Ich weine um den Erdbeermund. [Chorus] Ich bin so wild nach jenen Lippen, Nach deinem roten Erdbeermund! Ich will an deinem Kelche nippen, Es schreit mein Herz aus tiefstem Grund! [Verse 2] Du bist mein Tag, du bist mein Schlummer, Der mich um allen Schlaf gebracht, Du bist mein Trost und mein Verstummer In dieser langen, bangen Nacht. Es brennt dein Leib wie Wein in Schalen, Ich sehne mich nach deiner Pracht, Doch ach! Inmitten all der Qualen, Hat Spott mein wildes Herz entfacht. [Chorus] Ich bin so wild nach jenen Lippen, Nach deinem roten Erdbeermund! Ich will an deinem Kelche nippen, Es schreit mein Herz aus tiefstem Grund! [Bridge] Und wenn du einst im Grabe liegest, Vergangen ist der Wangen Schein, Und du dich sanft im Sarge wiegest, Wird dich kein Haaresraub entweihn. Die Würmer werden dich zerfressen, Das Spiel ist aus, vorbei die Lust Dann wirst auch du mich bald vergessen, An deiner kalten Totenbrust. [Outro] Ein letzter Kuss... ein tiefer Schlund. Vorbei das Spiel... Mein Erdbeermund. © by JF Juni 2026

