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Zu Arm Zum Leben

[Intro – flüsternd] "Du bist nicht arm, weil du faul bist… du bist arm, weil sie dich dazu machen." [Verse] Jeden Tag gehst du schuften, Schicht für Schicht, mit müden Augen, die niemand sieht, im grellen Neonlicht. Deine Hände erzählen Geschichten von Stahl, Staub und Schweiß, doch am Monatsende bleibt nur ein leeres Geleis. Sie nennen es Lohn, doch es reicht nicht zum Leben, kein Stück vom Kuchen, nur die Krümel zum Kleben. Du siehst deine Zukunft – Rente nach all den Jahren, doch kannst im Alter nicht mal mehr die Tropfen am Wasserhahn sparen. [Break] "Und was ist das für ein Leben, wenn Arbeit dich nicht trägt?" [Verse] Pfandflaschen im Beutel, gebückt durch die Straßen, du wolltest Würde, doch musst Würde verlassen. Nach 45 Jahren heißt es zählen: Cent für Cent, für ein Stück Brot auf dem Teller, das man Existenz nennt. Und sie reden von Freiheit, vom großen Sozialstaat, doch in Wirklichkeit ist es ein Bettelpfad. Denn während du kämpfst, damit dein Kühlschrank nicht leer bleibt, fahren sie SUVs und reden von „jeder schafft’s, wenn er nur Arbeit treibt“. [Break] "Doch was bleibt vom Stolz, wenn man dich dafür brechen will?" [Verse] Deine Falten sind nicht von der Zeit, sondern vom Sorgen, dein Rücken gebeugt, kein Gedanke mehr an Morgen. Du bist nicht schwach, nur gefangen im System, ein Zahnrad im Getriebe, das sich immer weiter dreht. [Break] "Vielleicht war die Lüge immer nur, dass Arbeit dich erlöst." [Epischer Schrei] ("Denn am Ende wollt’ ich doch nur leben…") [Outro] Doch sie gaben dir ein Leben, das dich selber zerfrisst. Und du erkennst zu spät, dass das Hamsterrad Gift ist. (Doch tief in dir… weißt du, dass du mehr bist…)