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Gesang der Geister über den Wassern

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V5

[Verse 1] Des Menschen Seele Gleicht dem Wasser: Vom Himmel kommt es, Zum Himmel steigt es, Und wieder nieder Zur Erde muß es, Ewig wechselnd. [Verse 2] Strömt von der hohen, Steilen Felswand Der reine Strahl, Dann stäubt er lieblich In Wolkenwellen Zum glatten Fels, Und leicht empfangen, Wallt er verschleiernd, Leisrauschend, Zur Tiefe nieder. [Verse 3] Ragen Klippen Dem Sturze entgegen, Schäumt er unmutig Stufenweise Zum Abgrund. [Verse 4] Im flachen Bette Schleicht er das Wiesental hin, Und in dem glatten See Weiden ihr Antlitz Alle Gestirne. [Verse 5] Wind ist der Welle Lieblicher Buhler; Wind mischt vom Grund aus Schäumende Wogen. [Verse 6] Seele des Menschen, Wie gleichst du dem Wasser! Schicksal des Menschen, Wie gleichst du dem Wind!