
Eingeschaltet Ich habe abgeschaltet, meine Frau habe ich eingeschaltet. Seit über zehn Jahren läuft das Programm Christa. Allabendlich, ab und zu gibts Wiederholungen, im Ganzen gesehn eine sehr unterhaltsame, rundum zufriedenstellende Einschaltquote. Beim Rumschalten haben wir drei neue Sender gefunden. Auf dem ersten gibts Christa, auf dem Zweiten Daniela, im Dritten haben wir Sabine, und das lockige freche Vierte gehört der Stefanie. Welchen Raum hätte da noch eine störende Flimmerkiste. Keine Zeit für den Gesellschaftsgötzen, wir haben genügend für Verstand und Gemüt zu verarbeiten. Wir haben abgeschaltet um Gottes Wort in unser Leben zentral einzuschalten. Die Bibel kommt trotz dieser Maßnahme nicht selten etwas zu kurz. Also es kann nicht sein, daß ein Fernseher bei uns trohnt. Ich will nicht sagen, daß ein Fernseher an sich schlecht ist, sicherlich nicht, auf das was kommt und das wie man den Kasten nützt kommt es an. Jedoch der Ausfluß von Perversion und Gewalt, den gelinkten Nachrichten, muß nicht in unser Wohnzimmer gekippt werden. Gelinkte Nachrichten, da meine ich die Pristerschaft, die mittels des Fernsehens ausgeübt wird. Die Medien, allen voran das Fernsehen, sind die größte Heimat moderner Pristerschaft. Dort wird erzogen, bewußt oder unterbewußt, es wird gelenkt, gelobt oder getadelt, emporgehoben oder vernichtet. Ich warte schon auf den nächsten Brief der G E Z, alle Zeiten wird bei uns nachgefragt, ob wir nun schon zur Fernsehgemeinde gehören? Sollten wir uns irgendwann einen Fernseher zulegen, lassen wir es schon wissen. Radiohören und Zeitunglesen liegt mir mehr, diese Medien sind leichter zu filtern. Man kann nicht so passiv bleiben, wie beim Fernsehen. So ab und zu gehn wir ins Kino, in Freising sind wir Kinostammgäste. Glauben sie mir, ich weiß was läuft, meine Hintergrundinformationen sind besser, als was der Glotzende sich ersehen kann. Wir haben uns eingeschaltet ins göttliche Nachrichtenzentrum, welches die Bibel ist.

