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Gebt dem Frieden eine Perspektive (Hawk)

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(Intro – broadcast) „Neue Eskalation …“ „Frieden durch Abschreckung …“ „Opfer unvermeidbar …“ (HAWK) Unvermeidbar? Ihr meint: profitabel. Ich bin erst vierzehn. Und ihr spielt Weltkrieg. Ihr nennt euch erwachsen? Dann benehmt euch auch so. (Clock hits 12) (Verse 1) Auf dem Bildschirm rote Pfeile: Blau sind wir und Rot der Feind, doch im Keller sitzt ein Junge, der um seine Mutter weint. Ihr sagt „Ziel getroffen“, während hinter ihm die Straße brennt, weil man Tote leichter zählt, wenn man keinen Namen nennt. Ihr zieht Grenzen mit Lineal durch Kinderzimmer, Dorf und Land, bucht Milliarden unter „Schutz“, den nächsten Scheck schon in der Hand. An der Börse knallen Korken, wenn der nächste Auftrag kracht; eure Konten schlafen sicher – dieses Kind bleibt wach die Nacht. (Pre-Chorus) Es ist zwölf – kein Irgendwann! Frieden fängt nicht morgen an. Wenn wir schweigen, ladet ihr nach. Wenn wir aufsteh’n, wird die Straße wach! (Chorus) Gebt dem Frieden eine Perspektive! Keine Zukunft für die Kriegsindustrie! Kein Kind stirbt für eure Machtfantasie! NICHT MIT UNS! NICHT MIT UNS! JETZT ODER NIE! Waffen runter! BASS AN! Kein Kind stirbt für euren Größenwahn! Ihr wollt Krieg? Dann geht doch selbst in eure Kriege! GEBT DEM FRIEDEN EINE PERSPEKTIVE! (Verse 2) Erst ein Clip, dann rote Banner, dann ein General im Stream, wer noch zweifelt, gilt als schwach, verrückt, verräterisch, extrem. Jede Timeline voller Feinde, jedes Studio auf Alarm, wer die Angst in Klicks verwandelt, hält die eignen Kassen warm. Hinter Fenstern ohne Licht zählt Einfluss, Öl und Geld, doch kein Zirkel, keine Loge, kein Konzern besitzt die Welt. Keine Weltreligion sagt, wer wir sind und wem wir trau’n; keine Weltregierung darf auf unsre Kinder runterschau’n. Keine Weltpolizei mit einem Abzug in der Hand; Frieden trägt kein Blaulicht, keine Stiefel, keinen Rang. Kein Parteibuch wird Frieden, nur weil „Frieden“ vorne steht; wer am Krieg noch mitverdient, hat jedes Friedenswort verdreht. (Blackout) (HAWK) Ihr wollt Krieg? GEHT DOCH SELBST. Anzug aus. Stiefel an. Tragt eure Fahnen. Grabt eure Gräben. Aber nehmt eure Hände von uns. Wir sind nicht euer Nachschub. Nicht euer Nachwuchs. Nicht eure nächste Reihe Kreuze. (Crowd) GEHT DOCH SELBST! (HAWK) Kein dritter Weltkrieg für euren feuchten Traum von einem neuen Reich. (Crowd) GEHT. DOCH. SELBST. (Bridge – heartbeat) Ich bin vierzehn. Ich will zwanzig werden. Nicht als Name an der Wand. Nicht als Foto in Mutters Hand. Ich will Hausarrest und Liebe, viel zu laut sein, Fehler machen, will mit Freunden nachts verschwinden, morgens über gestern lachen. Ich will schlechte Noten kriegen, meinen ersten Kuss versau’n, will mit vierzig diese Bilder meiner wilden Jugend schau’n. Ich will keinen Jungen hassen, nur weil ihr ihn „Feind“ genannt; er will leben, ich will leben – das hat jedes Kind erkannt. Sonne, Wasser, Brot und Boden – für uns alle wär genug, doch ihr baut aus Überfluss den Mangel. Das ist euer Betrug. Nicht die Erde ist zu klein – nur eure Gier ist viel zu groß; wir sind nicht eure Opfergabe. Lasst die Kinder endlich los! (Rise – choir) (HAWK) An jedes Kind hinter jeder Grenze: Du bist nicht mein Feind! (Crowd) FRIEDEN! PEACE! PAIX! PAZ! SALAM! (All) Viele Sprachen, gleicher Klang: KEIN KIND STIRBT FÜR EUREN ZWANG! (Final Chorus) Gebt dem Frieden eine Perspektive! Keine Zukunft für die Todesindustrie! Kein Kind stirbt für eure Machtfantasie! NICHT MIT UNS! NICHT MIT UNS! JETZT ODER NIE! Waffen runter! BASS AN! Keine Jugend für den Größenwahn! Ihr wollt Krieg? Dann geht doch selbst in eure Kriege! GEBT DEM FRIEDEN EINE PERSPEKTIVE! (Final Call) Wer will Krieg? – GEHT DOCH SELBST! Wessen Zukunft? – UNSERE! Wann? – JETZT! (All) KEIN KIND! KEIN LAND! KEIN LEBEN FÜR DEN GRÖSSENWAHN! (Outro – broadcast) „Frieden gilt als unrealistisch.“ (HAWK) Frieden unrealistisch? Weltkrieg aber schon? Ihr seid komplett lost. (Clock stops)