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Bim-bim, die Glock'n läut

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V5

[Intro] Bim-bim, die Glock’n läut, komm, steig ein, es is so weit! Hinten drängelt schon a Mann, weil ma heut ned warten kann. [Strophe 1] In da Früh um kurz nach sieben, wird scho g’schoben und g’schoben, einer rennt noch über d’Straß’n, weil er glaubt, er kann’s noch schaffen. Die Tür geht zu – er klopft dagegen, der Fahrer schaut ganz unbewegt, dann fährt die Bim gemütlich weiter, und der Mann wird auch ned heiter. Drinnen sitzt a alte Dame, mit vier Tascherln ohne Namen, neben ihr a junger Bursch, Kopfhörer drin – der hört nix durch. [Refrain] Steig nur ein, heut fahr ma mit da Straßenbahn, irgendwann kummt jeder irgendwie an. Vorne voll und hinten leer, doch zum Geh’n gibt’s lang kan Platz mehr. Halt di fest und bleib a bissl entspannt, gleich kommt wieder eine Kurv’n angerannt. Ob zur Arbeit oder heim – in da Straßenbahn bist nie allein! [Strophe 2] Bei da nächsten Haltestelle kommt a Schulklass’ auf die Schnelle, zwanzig Kinder, sieben Taschen, einer fangt schon an zum Naschen. „Bitte weiter nach hinten geh’n!“ Doch dort kann schon kana steh’n. Einer hängt fast beim Entwerter, einer sucht noch seinen Sweater. Dann a Herr mit großem Koffer, blockiert damit gleich drei Quadratmeter, und erklärt mit ernster Miene: „I steig eh bei da nächsten aus, Sie!“ Nur die nächste kommt und geht, weil er leider falschrum steht, und bis er seinen Koffer dreht, is die Tür schon wieder spät. [Refrain] Steig nur ein, heut fahr ma mit da Straßenbahn, irgendwann kummt jeder irgendwie an. Vorne voll und hinten leer, doch zum Geh’n gibt’s lang kan Platz mehr. Halt di fest und bleib a bissl entspannt, gleich kommt wieder eine Kurv’n angerannt. Ob zur Arbeit oder heim – in da Straßenbahn bist nie allein! [Strophe 3] Dann kontrolliert wer die Fahrscheine, plötzlich san wir alle kleine brave Bürger, völlig ruhig, keiner red’t mehr sonderlich. Einer sucht in allen Taschen, zwischen Schlüssel, Geld und Flaschen, findet endlich seinen Schein – „Der war gestern!“ – „Kann ned sein!“ Hinten sagt wer ganz verschreckt: „Mei Ticket steckt im Handy fest!“ Akku leer, Display bleibt schwarz, jetzt wird’s plötzlich ziemlich ernst. Doch daneben sitzt a Opa, grinst und sagt: „Zu meiner Zeit, hamma einfach Karten zwickt – und meistens hat des auch gereicht!“ [Bridge] Und draußen steht der Autoverkehr, Stoßstange an Stoßstange, nix geht mehr. Wir rollen langsam dran vorbei, heut is die Bim ausnahmsweis g’scheit. Nur plötzlich heißt’s aus’m Lautsprecher dann: „Wegen einer Störung halten wir an.“ Alle seufzen, einer lacht: „Na super – des hab i ma dacht!“ [Strophe 4] Am Nachmittag is alles anders, Kinderwagerl, Einkauf, Anders, einer telefoniert so laut, dass die ganze Bim ihm glaubt. „Na, i bin gleich da! Nur fünf Minuten!“ Sagt er bereits seit sieben Routen. „Ja Schatz, die Bim steht leider still!“ Dabei fährt sie schneller, als er will. Dann steigt einer mit Pizza ein, auf einmal will sein Freund jeder sein. Knoblauchduft zieht durch den Wagen – niemand muss mehr Hunger sagen. Und kurz bevor ma endlich draußen, muss noch einer kräftig schnaufen: „Entschuldigung, i muss hier raus!“ Zwanzig Leute weichen aus. [Letzter Refrain] Steig nur ein, heut fahr ma mit da Straßenbahn, irgendwann kummt jeder irgendwie an. Vorne voll und hinten leer, und beim Ausstieg wird’s noch schwer. Halt di fest und bleib a bissl entspannt, gleich kommt wieder eine Kurv’n angerannt. Ob zur Arbeit oder heim – in da Straßenbahn bist nie allein! [Outro] Bim-bim, Türen zu, endlich hamma wieder Ruh. Doch bevor ma glücklich san: Da kommt schon die nächste Straßenbahn. Bim-bim! Na servas – steig ma wieder ein!