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2. Was bleibt, wenn ich nichts tue? (1. Schritt)

V6-MINI

[Strophe 1 – Sie] Ich hab so oft den ersten Schritt gemacht, hab Brücken gebaut, wenn es still war. Hab Worte gesucht und Nähe gebracht, wenn zwischen uns nichts mehr klar war. Doch diesmal bleib ich einfach hier, ohne zu ziehen, ohne zu fragen. Nicht weil ich dich nicht mehr will, sondern weil ich nicht mehr für zwei tragen kann. [Pre-Chorus – Sie] Und plötzlich ist da dieses Schweigen, das ich sonst sofort gefüllt hätte. Ich lasse es einfach stehen und sehe, was von selbst entsteht. [Refrain – Sie] Was bleibt, wenn ich nichts tue? Was kommt von dir, wenn ich nicht gehe? Was entsteht zwischen uns, wenn ich nicht mehr vorausgehe? Ich ziehe nicht, ich dränge nicht, ich halte nichts mehr künstlich fest. Ich bleibe einfach bei mir und sehe, was du daraus machst. [Strophe 2 – Er] Ich merke, dass es anders ist, du kommst nicht mehr, um mich abzuholen. Da ist kein Druck in deinen Worten, keine Hand, die mich aus mir zieht. Und plötzlich liegt die Entscheidung nicht mehr irgendwo zwischen uns. Wenn ich Nähe möchte, muss ich selber einen Schritt machen. [Pre-Chorus – Er] Es wäre leicht, wieder zu schweigen und darauf zu hoffen, dass du kommst. Doch diesmal sehe ich deutlicher, dass auch mein Schweigen etwas entscheidet. [Refrain – Beide] Was bleibt, wenn ich nichts tue? Was kommt von dir, wenn ich nicht gehe? Was entsteht zwischen uns, wenn keiner mehr vorausgeht? Ich ziehe nicht, du fliehst nicht, wir lassen einander einfach sein. Und vielleicht wird gerade dadurch zum ersten Mal sichtbar, was wir wirklich sind. [Bridge – Sie] Ich mache daraus keinen Test. [Er] Und ich muss nichts beweisen. [Sie] Ich warte nicht auf eine Antwort. [Er] Ich darf selbst entscheiden. [Beide] Nicht jede Stille braucht eine Lösung. Nicht jede Nähe muss erkämpft sein. Manchmal zeigt sich erst im Loslassen, was wirklich von alleine bleibt. [Letzter Refrain – Beide] Was bleibt, wenn ich nichts tue? Vielleicht ein Raum, vielleicht ein Weg. Vielleicht kommst du mir entgegen, vielleicht bleibt es einfach still. Doch was auch immer daraus wird, ich verliere mich nicht mehr darin. Denn diesmal bleibe ich bei mir, während ich sehe, wer du wirklich bist. [Outro – Sie] Ich tue nichts. [Er] Und plötzlich liegt etwas bei mir. [Beide, leise] Vielleicht beginnt genau hier etwas Neues zwischen uns.