
Ich hörte mein Atmen in fremder Gestalt, wie ein Ruf ohne Stimme, wie ein Winter, der halt. Er kam nicht von außen, kam nie über’s Meer, er war schon in mir, und er wollte mehr. Ein Echo aus mir, ein Zittern im Klang. Ein Name aus Staub, ein immerwährender Drang. Ich sprach, und es brach mich entzwei, denn was aus mir klang, war nie nur ich, war frei. Es sprach durch mein Schweigen, es sang meine Schuld, es formte mein Herz zu melodischer Huld. Ich war nicht der Ursprung, nur Resonanz, ein Spiegel, ein Schwur, ein tanzender Glanz. Manche Stimmen sind nicht gemacht zum Antworten. Sie bleiben, weil du sie einmal gehört hast. Ein Echo aus mir, ein Licht in der Nacht. Ein Ruf ohne Richtung, ein Vers, der erwacht. Ich war, nicht allein, nicht leer. Denn in mir war das Echo von mehr.

