zum Tod meines Vaters Dein wächsernes Gesicht nach oben gerichtet. Aufgerissener Mund. Fast glaube ich du schläfst. Morphium-entspannte Maske, ganz ohne Falten. Hast noch immer diese Haut wie ein Kinderpopo, hast noch alle deine Schneidezähne. Irgendwie erwarte ich ein Zeichen, Ein Zucken, einen tiefen Atemzug und spüre nur diese Kälte. [instrumental break] Wenn es einen Gott gibt wirst du einiges zu erklären haben, aber auch Er! Warum liegen deine Träume in Russland? Dein Arm, dein Klavierspiel, dein Studium? Vater – du hast deine Frau geliebt, als Schnürsenkel-Zubinder, als Handreicher und Arm. Warum durfte sie nie mehr sein? Warum diese Eifersucht wenn sie ihre Liebe teilen wollte? Was hat dich so klein gemacht? Du Bewunderer des vermeintlichen Erfolges. Du kleiner Mann im Schatten, der nur zuhause heraustrat um sein Recht zu forderten Ich schlucke meine Vorwürfe herunter. Schaue Dich genauer an. Erahne meinen eigenen Tod. Du bist mir wieder eine Schritt voraus.


