​Ich kenne die Lieder, die niemand erdacht, die heilen die Wunden in dunkelster Nacht. Sing ich das zweite, so binde ich Schutz, und biete dem Feinde den eisernen Trutz. ​Galdrar rísa, fjǫtrar falla! Óðinn syngr, vopnin snjalla! Rúnar rista, dauðir rísa! Vegvísir, norðan gýsa! ​Das dritte der Lieder macht stumpf jede Klinge, dass ich den Verräter im Kampfe bezwinge. Ruf ich das vierte, so fallen die Ketten, das Eisen zerspringt, um mein Leben zu retten. ​Galdrar rísa, fjǫtrar falla! Óðinn syngr, vopnin snjalla! Rúnar rista, dauðir rísa! Vegvísir, norðan gýsa! ​Ich stoppe den Pfeil, der im Dunkeln erfliegt, bis jeder Verfluchte im Staube erliegt. Ich stille den Sturm und die wütende Welle, mein Runengesang ist die magische Quelle. ​Galdrar rísa, fjǫtrar falla! Óðinn syngr, vopnin snjalla! Rúnar rista, dauðir rísa! Vegvísir, norðan gýsa! ​Seh ich den Gehenkten am windigen Baum, so weck ich den Toten aus finsterem Traum. Er öffnet die Augen und spricht durch mein Blut, die Weisheit des Vaters entfacht neue Glut. ​Galdrar rísa, fjǫtrar falla! Óðinn syngr, vopnin snjalla! Rúnar rista, dauðir rísa! Vegvísir, norðan gýsa!