
Titel: “Thron aus Glas” Strophe 1 Du redest groß von Wahrheit, doch der Spiegel kennt dein Spiel, jede Krone wird mal schwer, wenn das Ego zu viel will. Auf dem Thron ganz laut regieren, unten bröckelt schon das Glas, wer nur Wasser predigt, sollte selbst nicht leben voller Hass. Strophe 2 Heute links und morgen rechts, je nachdem, wer grade nützt, jede neue Bühne zeigt, wie schnell ein altes Bild zerbricht. Du willst Applaus statt Gegenwind, nur Zustimmung im Chor, doch echte Stärke zeigt sich erst, wenn Kritik ans Herz geht vor. Strophe 3 Du nennst es Loyalität, ich nenn’s lieber Eigenlob, jede Frage wird zum Angriff, jede Meinung wird Verbot. Wer nur nickt, steht erste Reihe, wer denkt, fliegt schnell hinaus, doch ohne Menschen mit Rückgrat geht irgendwann das Licht hier aus. Strophe 4 Ein Schloss aus schönen Worten hält den Sturm nicht ewig aus, jede Maske fällt irgendwann, irgendwann ist Schluss mit Applaus. Du kannst dich größer machen, als du wirklich jemals bist, doch Respekt wächst nicht aus Macht, sondern daraus, wer du bist. Strophe 5 Das ist Battle, keine Bitte, keine Rosen, keine Show, wenn du austeilst, musst du einstecken, das gehört nun mal dazu. Der Thron ist nur geliehen und der Vorhang fällt ganz sacht, denn am Ende bleibt die Wahrheit länger stehen als jede Macht. Dein Thron aus Glas” Du redest von Intrigen, doch dein Spiegel kennt die Wahrheit, predigst Loyalität, doch bei Gegenwind kommt Kaltheit. Vom Thron aus wirkt’s majestätisch, doch der Sockel hat schon Risse, wer mit Steinen wirft, vergisst zu oft die eigenen Kompromisse. Gestern noch “nie wieder”, heute wieder Arm in Arm, deine Prinzipien wechseln schneller als das Wetter über Nacht. Du spielst die große Richterin, verteilst dein Schwarz und Weiß, doch wer genauer hinsieht, merkt: Die Fassade hat ’nen Preis. Wer nur nickt, ist plötzlich Gold, wer widerspricht, wird aussortiert, eigene Meinung? Fehlanzeige, Hauptsache, man applaudiert. Du willst keine echten Freunde, nur einen Chor, der mit dir singt, doch irgendwann wird’s still im Raum, wenn keiner mehr auf Knopfdruck springt. Ein Thron aus Glas hält nicht, wenn Wahrheit an die Scheiben schlägt, denn jede Rolle endet irgendwann, wenn keiner sie mehr trägt. Du kannst das Bild nach außen malen, so perfekt wie du’s gern willst, doch Masken halten selten lange, wenn der Vorhang einmal fällt. Das hier ist kein Hass, nur ein Spiegel deiner Show, denn wer Respekt verlangt, sollte ihn auch geben irgendwo. Am Ende zählt kein großes Ego und kein künstlicher Applaus, denn selbst der höchste Thron sieht klein aus, geht das Licht einmal aus.

