
[Intro – Leise Akustikgitarre, Cello] Der Wind hielt an, die Blätter ruhten, kein Schiff durchschnitt die dunklen Fluten. Als hätte jemand leis gesagt: „Noch einen Augenblick. Noch nicht.“ [Strophe 1] Vier Engel hielten Stürme fest, bis keiner mehr die Erde presst. Dann kam ein Engel aus dem Licht, das Siegel Gottes im Gesicht. Ich sah die Menschen, weiß gekleidet, die alles hatten durchgelitten. Aus jedem Volk, aus jedem Land, mit grünen Zweigen in der Hand. [Refrain] Kein Hunger mehr, kein Durst, kein Weinen, kein Abschied in der dunklen Zeit. Das Lamm wird ihnen Wege zeigen, zu Quellen voller Ewigkeit. Kein Schmerz mehr, der die Seele bindet, kein Schatten, der im Herzen bleibt. Und jede Träne, die noch brennt, wird einst von Gottes Hand entfernt. [Strophe 2] Sie kamen aus der großen Not, durch Angst und Nacht, durch Schmerz und Tod. Nun standen sie im hellen Raum, als wären alle Jahre Traum. Ein Hirte führte sie zum Wasser, die Luft war rein, die Stimmen leiser. Und was sie einst verloren hatten, lag fern wie längst vergangne Schatten. [Refrain] Kein Hunger mehr, kein Durst, kein Weinen, kein Abschied in der dunklen Zeit. Das Lamm wird ihnen Wege zeigen, zu Quellen voller Ewigkeit. [Bridge – Nur Cello] Dann brach das letzte Siegel auf. Und plötzlich schwieg der Himmel. [Instrumental – Sehr sparsame Gitarre und Cello] [Strophe 3] Eine halbe Stunde ohne Klang, kein Ruf, kein Lied, kein Glockengang. Sieben Engel standen bereit, mit sieben Trompeten für die Zeit. [Letzter Refrain – Leise] Kein Hunger mehr, kein Durst, kein Weinen, der Trost bleibt stärker als die Nacht. Doch hinter diesem großen Schweigen hat sich ein neuer Sturm entfacht. [Outro – Entferntes Horn] Der Himmel schwieg. Dann hob ein Engel sein Horn.

