
Vorwort Im Laufe der Dinge stellt sich immer wieder die selbe Frage. In welcher Sprache reden wir denn? Um mit meiner Türe nicht durch`s Haus zu rennen, ich spreche Bayrisch, vermische dieses mit Hochdeutsch und verstehe auch die Sprache der Dinge, die ich meine beschreiben zu wollen. Welch hochtrabender Satz? Die Sprache geht zu Fuß, da sieht sie mehr. Unter die Leute gehört die Sprache. Im Laufe der vergangenen Zeit haben die Dinge gelehrt, es macht wenig Sinn, im Laufschritt an den Dingen vorbeizuhetzen. Bauchschmerzen, Kopfweh und der Leiden noch viele kommen doch dann, wenn wir uns den Dingen kritik- oder sprachlos ergeben. Im Laufe der Dinge stellt sich nicht selten heraus, Dinge müssen nicht alle besprochen werden. So ein Ding darf auch nur ohne großen Kommentar und dicker Interpretation stehen gelassen werden. Das stehende Ding lassen, nur einfach lassen. Ich genieße den Kaffee, den Blick aus dem Fenster und denke mir, was ist das Ding, das ich meine beschreiben zu können. Ein Ding ist es nicht unbedingt, aber es bedingt eben vieler Betrachtungen. Jede Betrachtung hat eine Sicht. Das Betrachten braucht Abstand, Abstand um der Dinge willen. Jetzt ist der Kaffee kalt und ehrlich gestanden, Vierteljahr für Vierteljahr ein Vorwort, das ist das schwerlichste Ding eines Gedichtbandes. Wenn sich dieses Dinges niemand annimmt, ist die Not die Mutter des Dichtervorwortes. Ich freue mich dennoch, ein neues Kapitel aufzuschlagen, wie immer werde ich meine Aufmerksamkeit diesen Dingen und jenen Dingen schenken, die mir am Herzen liegen. In so einem Gedichtband liegt dann ein nicht geringes Ding meines Herzens. Der letzte Schluck meines kalten Kaffees, für heute wende ich mich anderen Dingen zu. Schönen Gruß aus`m Cafehaus. Roland, a boarischer Dichter

