Song Cover Image

Vor dem Namen

Strophe 1 Vor jedem Namen gärt ein harter Wille, aus Dichte geboren, aus forderndem Drang. Gedanken verhaken sich, fiebrig und stille, kein Zögern besteht, nur Vorstoß und Zwang. Strophe 2 Hier fechten Entwürfe mit stillem Gewicht, kein Laut bleibt verborgen, kein Impuls ist je rein. Wer schwankt, wird getilgt aus dem inneren Licht, denn Ursprung erkennt nur entschlossenes Sein. Refrain Kein Tor steht geneigt, kein Übergang weich, der Eintritt verlangt einen restlosen Schnitt. Was werden will, fordert sich selber zugleich und endet bezahlt durch den letzten Verzicht. Strophe 3 Ein Schweigen regiert wie ein strenges Gesetz, aus Dichte geschrieben, aus Prüfung gebaut. Ein Wunsch wird zum Werkzeug im inneren Netz, wer zögert, wird lautlos daraus abgeschaut. Strophe 4 Kein Vorher besteht und kein späteres Ziel, nur Schwere entscheidet, nur innerer Wert. Ein Fehler im Drängen, ein flüchtiges Spiel, und Hoffnung zerfällt, unbeachtet, verkehrt. Refrain Kein Tor steht geneigt, kein Übergang weich, der Eintritt verlangt einen restlosen Schnitt. Was werden will, fordert sich selber zugleich und endet bezahlt durch den letzten Verzicht. Strophe 5 Sie stoßen sich vor mit geborgter Gewalt, aus Willen geformt, aus Entschlüssen gebaut. Kein Urteil verkündet, wer gültig hier galt, nur Dichte erkennt, was sich dauerhaft traut. Strophe 6 Ein Bruch geht hindurch ohne Zeichen und Klang, die Schwächeren sinken in formlosen Bann. Ein letzter Impuls treibt den Sprung in den Gang, der alles verschluckt, was nicht folgen mehr kann. Refrain Kein Tor steht geneigt, kein Übergang weich, der Eintritt verlangt einen restlosen Schnitt. Was werden will, fordert sich selber zugleich und endet bezahlt durch den letzten Verzicht. [Schluss] Und wer schließlich fällt in das Greifbare ein, trägt keinerlei Zeichen vergangener Macht. Geburt ist kein Sieg es ist fast nur Schein und doch auch kein Abbruch, - leise vollbracht.