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Im Märzen der Bauer

V6

[Verse 1] Im Merzen der Bauer die Rösslein anspannt, denn Diesel ist teuer im ganzen Land. Er schaut an die Zapfsäule, schüttelt den Kopf, und spannt seine Rösslein nun wieder ein. [Verse 2] Die Rösslein, sie schnauben, der Hafer ist teuer, doch immer noch billiger als Diesel mit Steuer. So ziehet der Bauer hinaus auf das Feld, und fragt sich, wie lang das wohl noch so hält. [Verse 3] Er bringt seine Milch und das Korn in die Stadt, wo man für die Ware nicht viel übrig hat. Der Händler, der rechnet und lächelt dabei, der Bauer hingegen zahlt drauf – einerlei. [Verse 4] „Vom Wachstum, da werdet auch ihr profitieren!“, so hört man von oben die Herren dozieren. Doch schaut unser Bauer ins Portemonnaie, dann tut ihm der Wachstumsgedanke weh. [Verse 5] So steht er im Felde, der Regen fällt nieder, er wartet auf Hilfe und wartet noch wieder. Die Rösslein, sie grasen am Ackerrand, und Berlin ist weit weg vom Bauernland. [Verse 6] Da hört er von fernher die Stimmen erschallen: „Wir müssen reformieren, sonst werden wir fallen!“ Der Bauer nur murmelt: „Das mag wohl so sein – doch wer zahlt am Ende? Das dürfte ich sein.“ [Verse 7] Im Merzen der Bauer die Peitsche nun schwingt, während sein Rösslein den Pflug weiter bringt. Er denkt an den Sommer, er denkt an den Herbst, und daran, was man wohl am Wahltag verspricht. [Final Verse] Im Merzen der Bauer, die Arbeit geht weiter, mal wird es wohl schlechter und manchmal auch heiter. Die Rösslein marschieren, der Acker bleibt Pflicht – doch was er im Herbst wählt, das sagt er noch nicht. [Outro] Im Merzen, im Merzen, da wird ausgesät. Im Merzen, im Merzen, mal sehen, was steht. Die Rösslein marschieren, der Bauer geht mit – und singt seine Weise bei jedem neuen Schritt.