
(Strophe 1) Ich ging barfuß durch ein Meer aus Klee, Die Amsel sang vom letzten Schnee. Libellen malten in der Luft Gedanken aus Zitronenduft. Ein Käfer trug ein Blatt wie ein Segel, Die Wolken zogen langsam, träge. Und irgendwo in mir ganz leis, wuchs ein Wunsch aus Löwenzahnweiß: (Refrain) Hätt’ ich Flügel aus Licht, würde ich steigen – Mit den Möwen, den Krähen, den fliegenden Zweigen. Über Hügel und Bäche, durch flimmernde Zeit – Bei nem weiten Weg wär das Fliegen gescheit. (Strophe 2) Ein Schmetterling grüßt mich im Vorbeischweben, als wüsst er was von einem zweiten Leben. Die Fichten flüstern mir im Chor: „Es gibt kein Spät – nur ein Davor.“ Ein Fuchs schläft unter Brombeerlaub, der Himmel färbt sich veilchenblau. Ein Reiher zieht in stiller Bahn – und ich schließ heimlich Flügel an. (Refrain) Hätt’ ich Flügel aus Licht, würde ich schweben – Mit den Träumen der Birken, den Wolken daneben. Über Felder aus Wind, durch das goldene Tal – Bei nem weiten Weg wär das Fliegen genial. (Bridge) Vielleicht sind’s gar nicht Flügel, nur Gedanken im Kleid – die sich lösen vom Boden wenn das Herz sich befreit. Ein Wunsch aus Moos, ein Lied aus Tau, und plötzlich flieg ich – ganz genau. (Strophe 3) Ich flieg nicht hoch, ich flieg nicht weit, nur ein paar Fuß vom Erdenkleid. Doch unter mir tanzt jedes Blatt und zeigt, was es vergessen hat. Die Welt wird leicht, das Ziel wird fern, doch ich verlauf mich immer gern. Denn wer sich treibt im Himmelszelt, der findet oft ne neue Welt. (Refrain – sanft) Hätt’ ich Flügel aus Licht, würd ich mich wiegen – Mit den Liedern der Gräser in flüsterndem Fliegen. Kein Anfang, kein Ende, kein schwerer Plan – Nur ich und der Wind und ein Kirschblüten-Wahn. (Outro – leise, fast gehaucht) Und vielleicht, wenn du mich suchst irgendwann, bin ich dort, wo man fliegen kann.

