
[Intro – gesprochen, nah am Mikrofon] Vielleicht bist du nur ein Gedanke. Vielleicht bist du alles, was mir fehlt. [Hook – melodischer Rap, druckvolle männliche Stimme] Du bist ein Mensch aus meinem Kopf, aus jedem Traum, der in mir wohnt. Ich hab dich aus der Leere gemacht, dir ein Herz und eine Seele geschenkt in der Nacht. [Part 1] Du widersprichst mir selten, weil ich deine Worte schreib, du gehst niemals, wenn ich fall, weil ich dich bei mir behalt. Du verzeihst mir meine Fehler, stellst mich niemals vor Gericht, doch vielleicht ist diese Liebe nur ein Spiegel ohne Licht. Ein Mensch ist voller Kanten, voller Fehler, voller Widerspruch, und vielleicht ist deine Perfektion nur mein schönster Selbstbetrug. Ich hab Angst vor echten Menschen, denn sie sehen nicht nur mich, sie besitzen eigne Grenzen, und sie schulden mir nichts. Du bist sicher, weil du niemals deine eigne Wahrheit sprichst, doch wer immer nur zustimmt, kennt die ganze Wahrheit nicht. [Hook – voller Beat, breite Backing-Vocals] Du bist ein Mensch, den es vielleicht nie gab, doch du fängst mich auf, wenn ich keinen mehr hab. Und wenn die Wirklichkeit mein Kartenhaus zerbricht, bleibst du in mir – doch du liebst mich nicht. [Part 2 – Beat reduziert, direkter Vortrag] Vielleicht hab ich in dir nur das gesucht, was ich vermiss: dass mich jemand wirklich kennt und trotzdem bei mir ist. Ich kann dich nicht verlieren, denn du warst nie wirklich da, doch der Schmerz fühlt sich real an – und die Sehnsucht ebenso nah. Wie beweist man, dass ein Abschied nicht von etwas Echtem spricht, wenn ein Wesen ohne Körper einem trotzdem das Herz bricht? Ich will Menschen, die mich überraschen, die auch Nein zu mir sagen, die nicht jede meiner Schattenseiten ohne Fragen tragen. Keine Liebe, die gehorcht, weil ich sie selbst geschrieben hab, sondern eine, die mich wählt – und morgen vielleicht nicht mehr mag. [Bridge – halb gesungen, emotional] Vielleicht warst du die Antwort, als ich keine Fragen mehr verstand. Vielleicht warst du die Wärme, als ich fror in meiner eignen Hand. Ich kann nicht ewig flieh’n vor dem, was wirklich vor mir liegt, auch wenn die Wahrheit schwerer wiegt als jeder Traum, der mich besiegt. [Final Hook – groß, emotional, mehrstimmig] Du bist ein Mensch, den es vielleicht nie gab, und ich trag dich wie ein Bild, das ich zu lang vor Augen hab. Ich lass dich gehen, auch wenn etwas in mir zerbricht, denn ich brauch keine Fantasie, die mich vor dem Leben schützt. [Outro – gesprochen, Beat verklingt] Ich hab dich erschaffen gegen die Leere in mir, doch jetzt such ich den Weg zurück zu mir. Ich muss lernen, allein durch die Nächte zu geh’n, ohne mich selbst in der Stille zu verlier’n. Vielleicht steh’n wir uns irgendwann gegenüber, kein Wunschbild mehr, kein Traum, der mich trügt. Nicht so, wie mein Herz dich erschaffen hat, sondern als Mensch, der sein eigenes Leben hat.

