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Vertrauter Feind

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V5

(Intro) [Instrumental: Clean-Gitarre mit Chorus-Effekt spielt ein fragiles Arpeggio, tiefer Bass setzt ein, langsame Drums kommen dazu, dunkler Pad im Hintergrund.] (Verse 1) [Vocal: Leise, nach innen gekehrt] Wir saßen Nächte lang zusammen, rauchten Worte in die Luft, du nicktest an den richtigen Stellen, teiltest meinen Frust. Du kanntest all die Namen, all die Codes und jedes Spiel, hast meine Wut gespiegelt, sagtest: „Ja, ich fühl’ das viel.“ Ich hab dir meine Angst gezeigt, die tiefste, nackte Not, von Hausdurchsuchung, Kind und Job, von Repressalie, Brot. Du sagtest: „Bruder, keine Sorge, wir stehn’ zusammen, ich bin da,“ und erst viel später merk’ ich: Du warst nie auf meiner Seite, nie wirklich wahr. (Pre-Chorus) [Vocal: Stimme wird kühler] Ein falsch gesetzter Satz an einem falschen Ort, ein Detail, das nur du kennst – und landet plötzlich „dort“. (Chorus) [Vocal: Schmerzhaft, deutlich] Vertrauter Feind – du trugst mein Herz im Mantel, hast meine Ängste katalogisiert, Stück für Stück, im Wandel. Du warst die Schulter, an die ich mich gelehnt, doch deine Ohren gehörten denen, die mich längst als „Fall“ geseh’n. Vertrauter Feind – du hast nicht nur mich verraten, du hast Vertrauen selbst beschmutzt, mit deinen stillen Daten. (Verse 2) [Vocal: Bitterer, mehr Biss] Du stelltest immer die Fragen, die ein Protokoll gern hört, „Wie viele seid ihr? Wer ist wer?“, geschickt als Interesse betört. „Schreibst du das allein? Wer hilft dir? Wer ist mutig, wer nicht?“ damit am Ende alles fein säuberlich im Raster bricht. Ein Leak hier, ein Zitat dort, aus Gesprächen, die nur wir zwei führten, plötzlich in der Akte, im Papier, in denen, die mich spüren. Da war klar: Irgendwo sitzt einer mitten in meinem Kreis, der lächelt, wenn wir von Freiheit reden – und füttert nur das graue Eis. (Pre-Chorus) [Vocal: Kalt, klar] Es braucht nur einen, der sich einschleicht, um hundert Herzen zu zerbrechen – leicht. (Chorus) [Vocal: Intensiver] Vertrauter Feind – du trugst mein Herz im Mantel, hast meine Ängste katalogisiert, Stück für Stück, im Wandel. Du warst die Schulter, an die ich mich gelehnt, doch deine Ohren gehörten denen, die mich längst als „Fall“ geseh’n. Vertrauter Feind – du hast nicht nur mich verraten, du hast Vertrauen selbst beschmutzt, mit deinen stillen Daten. (Bridge) [Instrumental: Drums etwas leiser, Gitarre legt flächige Akkorde, Bass bleibt konstant.] [Vocal: Ruhig, mit hartem Kern] Jetzt seh’ ich jedes neue Gesicht zweimal an, frag mich, ob ich noch vertrau’n kann, irgendwann. Doch wenn wir alle nur noch schweigen, weil einer in der Runde lügt, dann habt ihr euren Zweck erfüllt – und euer Gift hat wirklich gesiegt. (Chorus – letzter) [Vocal: Am stärksten, aber kontrolliert] Vertrauter Feind – ich seh’ dein Spiel jetzt klar, ich weiß, du sitzt nicht nur in Akten, du bist real, du bist da. Doch statt an allen zu verzweifeln, lern’ ich, genauer hinzuseh’n, und baue Kreise auf Vertrau’n, das tiefer geht als euer System. Vertrauter Feind – du hast verloren, was du nie besaßest: meine Seele. Die bleibt bei mir. (Outro) [Instrumental: Gitarren-Arpeggio wiederholt das Intro, Bass und Drums ziehen sich zurück, Pad verklingt langsam.]