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Kongo – „Schwarzer Tod, Weißer Reichtum“

Kongo – „Schwarzer Tod, Weißer Reichtum“ (Deutsch / Lingala / Französisch) Strophe I – Der Wald (Deutsch) Der Wald ist dicht, aber die Stille ist schwerer als die Bäume. Die Erde ist rot, nicht von Ton, sondern von Jahren, die niemand erzählen durfte. Ein Junge trägt einen Korb, schwerer als seine Zukunft. Und die Maschinen atmen kalt, als wären sie Teil des Himmels. Belgischer Befehl – «Plus vite ! Dépêche-toi !» „Schneller! Beeil dich!“ (kurz, historisch, ohne Hass) Deutsche Antwort – „Wir… wir können kaum noch.“ Die Oud zittert wie ein Herz, das zu langsam schlägt. Refrain – Weißer Reichtum, Schwarzer Tod (Deutsch / Lingala) Weißer Reichtum, schwarzer Tod. Mafuta ya mindele… mpasi ya biso. „Der Reichtum der Weißen… ist unser Schmerz.“ Die Erde verschluckt die Namen, die niemand aufschreibt. Strophe II – Die Minen (Deutsch) Die Minen sind tief, so tief, dass selbst das Licht aufgibt. Kinder kriechen in Schächte, die für Männer zu eng sind. Ein Mann verliert seine Hand, und niemand schaut hin. Ein anderer verliert sein Leben, und niemand schreibt es auf. Belgischer Befehl – «Travaille ! Pas de pause !» „Arbeiten! Keine Pause!“ Deutsche Antwort – „Wir… wir haben keine Kraft mehr.“ Der Maschinenrhythmus schlägt wie ein Herz, das nicht freiwillig schlägt. Refrain – Die Verzweiflung (Deutsch / Lingala) Die Hoffnung ist dünn, wie ein Faden im Staub. Bolingo ekufi… mpasi kaka. „Die Liebe ist tot… nur Schmerz bleibt.“ Und der Wald trägt die Stille von Millionen Stimmen. Bridge – Die Hände (Lingala / Deutsch) «Maboko na biso… bakataki yango.» „Unsere Hände… sie wurden uns genommen.“ «Kasi makambo wana… bato bakangaki motema.» „Und die Welt… hat weggesehen.“ Outro – Der Wald (Deutsch) Der Wald schweigt, aber er vergisst nicht. Die Erde trägt die Namen, die nie geschrieben wurden. Weißer Reichtum. Schwarzer Tod. Und ein Kontinent, der immer noch bezahlt.