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Das hat`s noch nicht gegeben - 03.01.2000

Das hat`s noch nicht gegeben Heut hab ich meinen Kopf daheim gelassen, so komm ich mir vor. Meine Schreibmappe liegt daheim im Papierregal, sowas ist mir noch nicht passiert. Zum Glück ist meine Tochter zwei, die Sabine dabei, sonst hätt ich nicht einmal einen Schmierzettl dabei. Bini hat einen Testblock für Füller, sogar aus dem Hause, aus dem mein geliebter Füller stammt. Auf verschlungensten Wegen kommen oft Dinge zusammen, die doch eigentlich zusammengehören. Meine heutige Kopflosigkeit, sagen wir Blocklosigkeit, hat mit einem Hund zu tun. Das letzte Wochenende, das Silvesterwochenende, hat`s mir angetan. Wenn Sie meinen letzten Gedichtsband kennen, wissen Sie schon von meiner Kurzhaardackeldame Murksi. Ich glaube ich sollte auch mit Hund an meine Dinge denken. Murksi ist schon voll und ganz in unser Rudel integriert, bloß das kleine und große Geschäftchen müssen wir noch nach draußen verlagern. Heut bin ich schon vor der Fahrt ins Cafe spazieren gegangen, was ja wohl ab jetzt immer zu meinen goldenen Aufgaben gehört. Wir haben uns gefunden, Murksi und Roland. Ich habe auch etwas verloren, ich merke es ist ein weiterer Teil meiner Unabhängigkeit davon, es hat hergehört, das Leben ist doch immer irgendwo eine Verflechtung von Abhängigkeiten. Schaun`s her, ich bin sehr, sehr abhängig. Sie sind es auch, ganz bestimmt, irgendwann stellen wir fest, wir alle sind abhängig von so vielem und viele von uns. Blocklosigkeit kann man mit Improvisation überstehn, Unabhängigkeit hingegen stürzt in bittere Einsamkeit. Das hat`s noch nicht gegeben, Dichter ohne Schreibmappe, wie gut, dass ich eine Tochter Bini hab, die auch gern früh aufsteht und so dann und wann mit Papa ins Cafe fährt.