
[Intro – gesprochen, mit Hall] Sie sagen, Blut ist dicker als Wasser. Doch was, wenn Blut sich teilt? Wenn Bruder gegen Bruder steht… Wenn selbst Vater und Mutter dich nicht mehr erkennen… [Strophe 1] Ich seh die Zeichen am Himmel, doch sie schaun nur aufs Geld, hab mein Herz auf der Zunge, doch es redet in ’ne leere Welt. Meine Worte wie Feuer, doch sie wärmen keinen mehr, denn die, die mir am nächsten sind, halten sich fern, so sehr. Ich hab gebaggert, gebaut, mit bloßen Händen mein Reich, doch sie sehn nur den Dreck, nicht das Licht, das da weicht. C Pandemie kam, und mit ihr kam das Schweigen, sie wollten nicht sehen, dass Glaube Berge kann neigen. [Refrain] Wenn Blut sich teilt – was bleibt noch von der Familie? Wenn jeder sich selbst sieht, und keiner mehr die Linie. Ich bleib hier stehn, auch wenn keiner bei mir bleibt, ich schreib mein Lied – bis Gott die Zeit vertreibt. [Strophe 2] Sie küsst den Fremden vor meinen Augen wie ein Fluch, und jeder Blick von ihr war wie ein Kapitel aus’m Buch. Ein Plan, so scheint’s, den sie lange schon trägt, wie ein Schatten, der sich langsam über meine Tage legt. Sie erzählen von Liebe, doch handeln wie Wölfe im Fell, reden von Treue, doch sind heimlich auf Stell. Ich seh Verbindungen, Vernissagen, Taktiken kalt, doch mein Herz bleibt warm – weil Jesus mich hält. [Refrain] Wenn Blut sich teilt – was bleibt noch von der Familie? Wenn jeder sich selbst sieht, und keiner mehr die Linie. Ich bleib hier stehn, auch wenn keiner bei mir bleibt, ich schreib mein Lied – bis Gott die Zeit vertreibt. [Bridge – leise, mit Echo] Die Entrückung kommt – ich spür sie im Licht. Vielleicht seh ich es nicht mehr – doch sie werden sehn, was bricht. Denn Gott sieht mein Herz – und er wird richten im Licht. [Refrain – Reprise, stärker] Wenn Blut sich teilt – was bleibt noch von der Familie? Wenn keiner mehr zuhört, und keiner mehr die Linie. Ich bleib hier stehn, auch wenn keiner bei mir bleibt, ich schreib mein Lied – bis Gott die Zeit vertreibt.

