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Hello, Loneliness

V4.5

[Intro] (Instrumental) [Verse 1 – Wie ein Selbstgespräch, mit müder Stimme] Freitag-Massen streifen an mein fades, knitteriges Hemd Lockere Krawatte um den Hals—wie eine Schlinge klemmt „War ein guter Tag," ich murmel's, doch niemand hört den Ton Scroll wieder auf mein Handy—nur Werbung, nichts davon [Verse 1 – Option: Selbstkritischer, zynischer] Freitag fühlt sich räumungsreif, doch keiner hebt mich auf Lockere Krawatte, verletzter Stolz in meinem Pappbecher drauf „Endlich Freitag," sag ich mir—der Witz ist längst vorbei Scroll durch meine Nachrichten—nur Spam dabei [Pre-Chorus – Langsam gehend, wie zu schwachem Licht gezogen] Wend den Rücken zu Neonlicht, schlüpf in die Eckenkneipe rein „Vielleicht wartet dort was auf mich"—Hoffnung hält mich klein Eckhocker, mein Stammplatz hier in dieser Einsamkeit Eis klirrt im Bourbon-Glas, hält Takt mit meiner Zeit [Chorus – Ein Schrei im Herzen, halb unterdrückt] „Hallo Einsamkeit, mein einziger Freund heut Nacht" Ertrinke in bernsteinfarbenen Träumen bis der Morgen erwacht „Liebe ist ein Geist, den ich nicht mehr umfassen kann" Leere wieder dieses Glas, werd zum Phantommann [Verse 2 – Mit einem Hauch von Eifersucht] Junges Paar am Nachbartisch plant alle Zukunftsträume aus Lauschen ist nicht meine Art, doch ich verstrick mich in ihr Haus Barkeeper startet Smalltalk—„Kalte Nacht, nicht wahr?" versucht er's Güte eingepackt in leere Worte—süß verpackte Lügen, spürst du's? [Verse 2 – Option: Schmerzhaft realistisch] Typ neben mir trägt eine Uhr, wert wie mein halbes Jahresgehalt „Antrag nächste Woche," grinst er—na gut für dich, Halt Barkeeper schiebt Erdnüsse—trocken, wie mein Herz Gesundheitscheck nächste Woche auch—spiel ich einen neuen Scherz [Pre-Chorus – Betrunken und philosophisch] Whiskey bringt alle Reue hoch, die sich zeigen will „Was wenn ich's damals getan hätt?"—zu spät, mein Rhythmus steht still Handy-Kontakte grau geworden, Namen die mal leuchtend war'n Kein Mut mehr sie anzurufen; verloren im Gefahr'n [Chorus – Mit mehr Emotion, Stimme bricht] „Hallo Dunkelheit, verschluck mich ganz und gar" Bernsteinfarbene Lügen heut Nacht spielen wie immer klar „Liebe ist ein Geist, der mein leeres Zimmer heimsucht" Stapel noch ein Glas hoch auf, umarme diese hoffnungslose Sucht [Bridge – Eine flüchtige Erinnerung, dann Verzweiflung] Einst jagte ich zerbrechliche Träume—Familie die ich liebte... glaub ich Apartmentfenster brennen warm, während ich am Abgrund steh Plötzlich ein Spiegelbild im Barglas— Ein Fremder starrt mich an, so müde und so blass [Break – Musik fällt auf schwaches Klavier] Zahl die Rechnung, taumel dann hinaus in hohle Nacht Späti-Neonröhren—kalt und blendend hell entfacht Greif das gleiche Tiefkühl-Mahl, billiges Bier zum Runterspül'n Kassierer sagt „Schönen Abend"—Worte, die mich runterzieh'n [Outro – Hoffnungsloser Monolog, verklingend] Sink in diese leeren Laken, Lichter aus, trink es weg TV-Gelächter hallt wider von irgendeiner spöttischen Ecke Dämmerung kriecht durchs Fenster mit der Farbe der Verzweiflung Niemand kommt mich zu wecken—noch ein Tag im Kreise, Schleifung „Niemand ruft meinen Namen... niemand..." [Musik verklingt auf einer einzigen, einsamen Klaviernote]