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Bevor du über jemanden richtest Lauf erst ein Stück in seinen Schuhen

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[Strophe 1] Du siehst nur das, was außen bleibt Ein Blick, ein Wort, ein falsches Kleid Du kennst die Nacht nicht, die er trägt Nicht jeden Schritt, der ihn bewegt Du hörst Gerüchte, keine Gründe Zählst nur Fehler, keine Wunden Redest laut, doch hörst nicht zu Weißt nicht, was ihn wirklich tut [Pre-Refrain] Dein Urteil steht schon fest bereit Doch Wahrheit braucht mehr als Zeit [Refrain] Bevor du über jemanden richtest Lauf erst ein Stück in seinen Schuhen Spür den Boden unter seinen Füßen Und was ihn zwingt, so weiterzutun Bevor du glaubst, du weißt Bescheid Geh seinen Weg, wenn auch nur kurz Denn jedes Leben trägt sein Gewicht Und nicht jeder Schritt ist leicht [Strophe 2] Du siehst das Lächeln, nicht den Kampf Den stillen Schmerz, die leere Wand Du zählst Erfolge, misst an Geld Doch kennst nicht seine innere Welt Vielleicht hat er alles verloren Vielleicht neu angefangen, neu geboren Vielleicht hält er sich grade so An einem letzten Funken hoch [Pre-Refrain] Was du verurteilst aus der Ferne Sind Narben, die du nie lernst [Refrain] Bevor du über jemanden richtest Lauf erst ein Stück in seinen Schuhen Spür den Regen, spür den Druck Und warum er nicht einfach ruhen kann Bevor du sagst, das wär doch leicht Frag dich, ob du das auch kannst Denn nicht jeder Weg ist sichtbar Und nicht jeder stark, der schweigt [Bridge – Spoken / ruhig] Manche Schuhe sind schwer Gefüllt mit Angst, mit Schuld, mit mehr Was für dich ein kleiner Schritt Ist für ihn ein Überlebenstrick [Refrain – gesteigert] Bevor du über jemanden richtest Lauf erst ein Stück in seinen Schuhen Nicht um recht zu haben Sondern um zu verstehen Bevor du urteilst, bleib kurz stehen Schau nicht weg, schau tiefer hin Denn Menschlichkeit beginnt genau da Wo dein Urteil endet [Outro] Wenn du dann zurückkommst Wirst du leiser sein Vielleicht nicht sicher Aber menschlicher