
(Strophe 1) Es schläft tief drin, ein wildes Tier, hinter der Maske, hier in mir. Es drückt nach oben, will raus in die Welt, doch ich halte dagegen, wie es uns gefällt. Die Erwartungen kleben an meiner Haut, ich hab mich zu lang an das Lächeln vertraut. (Refrain) Es ist ein Seiltanz, jeder Schritt ist schwer, mein Kopf schreit laut, doch mein Herz ist leer. Ich muss funktionieren, das "Brave" gewinnt, während der Sturm in mir erst ganz leise beginnt. Es kostet mich alles, anständig zu sein, ich lass das Feuer im Inneren allein. (Strophe 2) Kein Ventil für den Druck, der mich presst, ich bin Gast in meinem eigenen Fest. Funktionieren ist Pflicht, keine Frage der Wahl, der Weg ist gerade, doch die Sicht ist schmal. Die meisten ahnen nicht, was das kostet – wenn die Seele an der Höflichkeit rostet. (Bridge) Ausgebrannt, auf der Kante zum Fall, gefangen im eigenen, stummen Hall. Einmal schreien, einmal die Welt... doch ich bleibe stehen, bis der Vorhang fällt. (Outro) Seiltanz... nur noch ein Schritt. Ich nehme die Wut einfach weiter mit. Weiter mit.

