
Krieg der Großen
[Intro – Female Spoken Word, kühl, sachlich] "Sie nennen es Strategie. Sicherheitsinteressen. Stabilität. Für uns unten heißt es nur: Krieg der Großen." [Verse 1 – Male Rap] Sie sitzen an Mahagonitisch, Kristallglas, leiser Wein, reden über "rote Linien", über "Einsatz, hart, aber klein". PowerPoint mit Karten, Pfeilen, bunte Zonen, grauer Ton, doch kein einz'ger Tropfen Blut in ihrer kühlen Projektion. Sie sagen "Operationsgebiet", wir sagen "uns're Stadt", sie sagen "Zielneutralisierung", wir sagen "Bruder platt". Im Dossier nur Zahlenkolonnen, im Bericht nur "Kollateralschad'", doch dahinter steckt 'ne Oma, die ihr Enkel nie mehr hat. [Pre-Chorus – Male Rap, Female leise Harmonien] Sie führen Krieg der Großen, weit entfernt vom eignen Leid, und wir steh'n als kleine Leute in der Schussbahn ihrer Zeit. [Chorus – Female Lead, eindringlich, Male Ad-libs] Krieg der Großen, doch wir zahl'n die Rechnung bar, mit uns'rem Leben, uns'rer Zukunft, Jahr für Jahr. Nicht in unser'm Namen, nicht mit uns'rem Blut, wir sind mehr als nur Kulisse für euren Heldenmut. Krieg der Großen – wir sagen: Stopp, denn ohne uns're Körper bleibt euch nur ein leerer Kopf. [Instrumental – Streicher & Pads, 8–12 Takte, spannungsreich] [Verse 2 – Male Rap] Sie flieg'n im Jet übers Land, das sie später "befried'n", sehn von oben nur 'ne Fläche, keine Augen, die was fühl'n. Im Bunker liegt die Exit-Route, falls das Spiel mal überkocht, während unten an der Front 'n Teenie blind Befehle schluckt. In Talkshows redet man von "Mut", von "last resort" und "Pflicht", doch kein Moderator fragt: "Welches Kind bezahlt das Licht?" Nahost als Schachbrett ihrer Pläne, wir als Bauern auf dem Feld, doch wir könn'n den Tisch umwerfen, wenn uns klar wird: Das ist unser Geld. [Pre-Chorus – Duett, entschlossener] Sie führen Krieg der Großen, geben ihm 'nen feinen Klang, doch im Echo hör'n wir nur Sirenen, Schüsse, Sterbensang. [Chorus – Duett, kräftiger] Krieg der Großen, doch wir zahl'n die Rechnung bar, mit uns'rem Leben, uns'rer Zukunft, Jahr für Jahr. Nicht in unser'm Namen, nicht mit uns'rem Blut, wir sind mehr als nur Kulisse für euren Heldenmut. Krieg der Großen – wir sagen: Stopp, denn ohne uns're Körper bleibt euch nur ein leerer Kopf. [Instrumental – Beat-Break, Drums & Bass dominant, 8 Takte] [Bridge – Female Spoken Word, klar, anklagend] "Sie riskieren nichts, was sie nicht versichern können. Konten, Bunker, Zweitpässe. Doch du hast nur ein Leben. Und genau das steht auf ihrem Spielplan." [Verse 3 – Male Rap, kämpferisch] Stell dir vor, der Krieg der Großen trifft auf Nein der Vielen unten, kein Rekrut, der mehr marschiert, kein Arbeiter, der Waffen buntet. Kein Wählerkreuz für Brandstifter, kein Applaus im Parlament, wenn der nächste "Schutz-Einsatz" wieder "weit entfernt" beginnt. Wenn im Iran, in Israel, in Paris und Teheran Menschen gleich laut rufen: "Unser Leben, nicht euer Wahn!", dann zerbricht ihr altes Muster, ihr Monopoly aus Leid, denn ein Krieg ohne Soldaten bleibt nur PowerPoint und Zeit. [Pre-Chorus – Beide, emotional] Sie führ'n den Krieg der Großen – doch wir sind ihre Armee, und wenn wir kollektiv verweigern, gibt's kein Schlachtfeld mehr, nur Schnee. [Chorus – Finales Duett, maximaler Druck] Krieg der Großen, doch wir dreh'n den Spieß jetzt um, ohne uns're Körper bleibt ihr Kriegsapparat nur stumm. Nicht in unser'm Namen, nicht mit uns'rem Blut, kein Profit mehr aus verbrannter Menschenflut. Krieg der Großen – wir brechen euren Bann, denn die Völker dieser Erde zieh'n da nicht mehr mit – wir fangen neu an. [Outro – Instrumental, Streicher und Pads, langsam ausblendend, Female Spoken Word flüsternd] "Der Krieg der Großen endet dort, wo die Vielen sagen: Genug."

