
[Strophe 1 – Sie] Ich zähle nicht mehr deine Schritte, ich messe nicht, wie lange du schweigst. Ich schaue nicht mehr auf die Uhr, um zu sehen, wann du dich zeigst. Ich ziehe mich nicht zurück, damit du mir entgegenkommst. Ich gehe einfach meinen Weg, auch wenn ich nicht weiß, ob du kommst. [Pre-Chorus – Sie] Denn wenn ich mich verändere, nur damit du dich bewegst, bin ich noch immer gefangen in dem, was du gerade tust. [Refrain – Sie] Das ist keine Prüfung. Ich warte nicht auf ein Zeichen. Ich muss nicht sehen, ob du kommst, um zu wissen, wer ich bin. Das ist keine Prüfung. Ich spiele kein „Komm zu mir“. Ich bleibe einfach bei mir – und du entscheidest selbst, ob du zu mir willst. [Strophe 2 – Er] Ich merke, dass du anders bleibst, auch wenn ich mich nicht bewege. Du machst dein Herz nicht kleiner, nur weil ich gerade nichts sage. Und vielleicht ist das der Unterschied: Du tust es nicht mehr für mich. Wenn ich Nähe wirklich möchte, muss sie aus mir selbst entstehen. [Pre-Chorus – Er] Ich kann nicht kommen, weil ich geprüft werde. Ich kann nur kommen, weil ich mich selbst dafür entscheide. [Refrain – Beide] Das ist keine Prüfung. Wir müssen nichts beweisen. Du musst nicht kommen, damit ich bleibe, und ich muss nicht bleiben, damit du kommst. Das ist keine Prüfung. Wir dürfen einfach ehrlich sein. Du darfst deinen Weg wählen, und ich darf meinen gehen. [Bridge – Sie] Wenn du kommst, dann komm, weil du willst. [Er] Wenn ich gehe, dann nicht, weil ich fliehen muss. [Sie] Ich werde dich nicht lenken. [Er] Und ich werde dich nicht warten lassen, nur damit du mir hinterhergehst. [Beide] Wir sind nicht zwei Spieler in einem Spiel aus Nähe und Distanz. Wir sind zwei Menschen, die frei entscheiden dürfen. [Letzter Refrain – Beide] Das ist keine Prüfung. Kein Countdown, kein Beweis. Ich lebe mein eigenes Leben, während du deines lebst. Und wenn sich unsere Wege treffen, dann nicht aus Angst vor dem Verlust. Sondern weil zwei freie Menschen sich füreinander entscheiden. [Outro – Sie] Ich warte nicht. [Er] Und ich muss nicht fliehen. [Beide, leise] Wir dürfen einfach sehen, was wirklich zwischen uns entsteht.

