
Vorwort Oft im Leben muss man sich anstellen. Das „Man“ ersetzen wir mit „Ihnen“ oder „Erna.“ Auch Sie sind gemeint, meinereiner, dem geht`s genauso. Ich sag „Du“ zu mir, das „Man“ ist mir zu unpersönlich. Wir stehen oft im Leben an, nicht selten hinten an. Manchmal stellen wir uns dumm an oder wir wissen gar nicht wo wir stehen und es übersteht uns, immer anstehen zu müssen. Ich stehe auch ab und zu an, um etwas zu empfangen, das ich dann wieder geben kann. Angestellt hat sich bei mir noch keiner. Nur meine Minni sagt manchmal zu mir, du stellst dich wieder an. Minni ist die mir an meine Seite gestellte Ehefrau und diese Stellung halten wir mit Lust, Freude und Glauben. Wobei der Glaube unser tragendes Element ist. Anstelle dessen könnte ich nichts setzen, was ein erfülltes Leben brauchen könnte, um eine Gemeinschaft blühen zu lassen. Wie gesagt, der Mensch, Du, Sie, er und ich, wir stehen oft im Leben an und ob`S as mir glauben oder nicht, auch Gott steht oft an. Er steht bei uns an und klopft an, er möchte in unser Leben. Nein, nein, ich bin kein Pfarrer, der Ihnen predigen möchte. Nein, nein, ich bin nur einer, der glaubt was er sagt. Wenn ich mich hinstelle und aus meiner Sicht über Gott und die Welt meinen Füller schwinge, so habe ich oft schon das bekommen, was der Mensch heutzutage nicht mehr mag, das ist Verachtung. Wirklich, da stellen Sie sich vor und dahinter steht nichts anderes und das kann sich kaum einer vorstellen und eingestehen. Fazit ist, die Einstellung erlaubt es nicht, sich einmal anzustellen und ohne verstellten Blick einfach nur zu bedenken. Über Gott und die Welt, über Anstellen und Vorstellen, über das Banale, über das Komplizierte, über Sie, über mich und auch über erm, den wir aus unserer Gesellschaft drängen wollen (soll er sich anstellen wo er will), über diese Gedanken gehe ich mit meinen mir Gott sei Dank noch erlaubten Vorstellungen das Wagnis ein, Ihnen zu zeigen, dass sich Denken lohnt. Noch mehr Lohn wirkt der Glaube. Denn ohne den täglichen Lohn meines Glaubenslebens würde die Welt für mich alt aussehen. Wahrscheinlich würde ich anstehen, älter und verbitterter werden, würde klagen, würde die Leiden nur als Schicksal begreifen und beim letzten Atemzug auch nicht mehr begreifen, dass Gott in meinem Leben anstand. Leider hatte er einen zu vernachlässigenden Platz. So ist es nicht, ich handle nicht um mein Leben, ich möchte nur nicht vergeblich anstehen. Ein richtiges Leben ist von so vielen Verhältnissen geprägt. Das waren etliche Vorworte in diesem Vorwort und eigentlich hat mich nur diese Frau zu dem Gedanken angeregt, weil die Frau mir im Cafe grad erzählte, wie sie sich heute schon angestellt hat, um eine Karte in der Oper im Nationaltheater zu erhalten. Sie sehen, in welchen Zusammenhängen „man,“ nein „ich“ denken kann. Gott und die Welt, weil so ist es, wir kommen nicht daran vorbei und selbst der Atheist muss erklären, warum er nicht an Gott glaubt. Noch eines, ein Motto des Gedichtbandes vor Ihnen sollen „Hände“sein. Ja Hände, denn Hände geben auch ihre Vorstellungen im Leben. Diese folgenden Hände sind die meiner drei Mädels, Minni`s und meine. Jede Seite wurde im Original mit dem Füller im Cafe und anderswo erschwungen. So nun stelle ich mich bei den Gedanken an und hoffe mich dabei nicht zu sehr anzustellen. Grüße aus`m Cafehaus Roland, a boarischer Dichter

