Ich sitz im Licht, das zu hell brennt, seh Zahlen, die mein Denken lenkt. Der Bildschirm summt, der Körper schweigt, die Zeit verrinnt, der Sinn entweicht. Ich wollt verstehen, was Menschen treibt, warum man sich im Wissen schreibt. Doch hier zählt nur, wer länger bleibt, wer schneller rennt, wer alles teilt. Ich trage eine Krone aus Papier, so leicht, sie zittert schon im Wind. Sie hält mich still, sie hält mich hier, bis ich vergesse, wer wir sind. Man sagt, ich sei besonders klug, doch klugsein ist kein Lebenszug. Es klingt nach Glanz, nach stiller Macht, doch meist nur Last, die müde macht. Ich seh die Nächte, die ich verlor, im Schatten von Versuch und Wort. Der Nacken spannt, das Denken bricht, ich klapp den Rechner zu – und nichts. Ich trage eine Krone aus Papier, so leicht, sie fällt bei jedem Wind. Ich schau ihr nach, sie bleibt nicht hier, und spür, dass Zweifel leiser sind. Vielleicht ist Glück kein Zustand mehr, nur ein Moment, ein kurzer Klang. Vielleicht wird’s still, wenn ich versteh, dass ich nicht rennen muss – nur geh’n. Und wenn der Lärm mich wieder sucht, bleib ich bei mir, nicht in der Flucht. Ich lauf nicht mehr, ich geh im Takt, der mir genügt, der mich entfacht.



