
Derselbe Traum
(Strophe 1) Die Welt war stumm, in Schweigen eingehüllt, Der Ozean, ein Nebel, der die Kontinente füllt, Kein Weg, kein Steg, kein fremdes Angesicht. In Isolation, getrennt durch Berg und Strom, Lernte jeder Stamm nur seine eigene Sprache. Doch tief im Geist, in einem Phantom-Dom, Erwachte eine ungezähmte Sache. (Refrain) Und sie blickten nach oben, zum ewigen Zelt, An tausend Orten auf dieser Welt! Ohne ein Wort, ohne dass man sich kennt, Vom selben kosmischen Feuer belebt . Sie bauten Treppen aus Stein in den Sand, Hand in Hand mit dem eigenen Land. (Strophe 2) Im heißen Tal, wo der große Strom fließt, Wo der Horizont in der Wüste zerfließt, Sah’n sie die Sterne vorüberziehn. „Baut was besteht!“, flüsterte der Wind, „Baut eine Treppe, die zur Sonne ragt!“ So wurde der erste Stein gewagt. Generationen im Schweiß verbrannt, (Refrain) Und sie blickten nach oben, zum ewigen Zelt, An tausend Orten auf dieser Welt! Ohne ein Wort, ohne dass man sich kennt, Vom selben kosmischen Feuer entbrannt. Sie bauten Treppen aus Stein in den Sand, Hand in Hand mit dem eigenen Land. (Strophe 3) Tausend Meilen weit weg, im tiefen Urwaldgrün, Wo die Blätter die Sonne fast ganz verdeck’n, Ließ derselbe Traum eine Sehnsucht erblühn, Ohne die Welt am Fluss je zu entdeck’n. Sie bauten steile Stufen zum Himmelszelt, Für den Regen, das Licht und den Sonnenlauf. Zwei Welten, getrennt durch die halbe Welt, Bauten denselben heiligen Berg herauf. (Bridge) Überall auf dem Planeten, im Wind und im Staub, Wuchs dieselbe Form aus der Erde empor! Bevor es Kriege gab, Handel und Raub, Sang die Menschheit im selben Chor! Ein einziger Geist, der durch alle geatmet hat, Bevor das Wissen die Trennung erfand. Eingemeißelt in jedes steinerne Blatt, Ein unsichtbares, ewiges Band. (Strophe 4) Jahrhunderte floh’n, das Moos wurde dicht, Der Wüstensand fraß die Riesen halb auf. Erst als die Segel brachen das Licht, Nahm die Geschichte den heutigen Lauf. Entdecker standen fassungslos da, Vor dem Wunder, das kein Mensch versteht: Dass man am Ende der Welt das Gleiche sah, Weil derselbe Wunsch durch die Menschheit weht. (Outro) Derselbe Drang ... nach den Sternen zu greifen. Derselbe Traum ... auf der anderen Seite. Ohne zu wissen, dass da jemand war ... War der Himmel uns allen schon nah.

