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Schön Daneben

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V5.5

[Verse] Du hast seit dem ersten Abend mehr versprochen als gefragt, hast mit einer Sicherheit von deinem nächsten Schritt erzählt und nichts dabei gesagt. Du kanntest jeden Ausweg, jeden Trick und jeden Plan, und ich dachte, da kommt jemand, der Verantwortung tragen kann. Dann kam der erste Ärger, und du wurdest erstaunlich klein, auf einmal sollte irgendwer für deinen Fehler verantwortlich sein. Du hast die Sache glattgeredet, bis sie fast vernünftig klang, und ich begriff erst später, dass ich deinem Märchen Glauben schenkte, viel zu lang. [Pre-Chorus] Ich hielt dich für entschlossen, weil du so sicher klangst. Ich hielt dich für erwachsen, weil du so überzeugend warst. [Chorus] Schön daneben Ich dachte, du wärst einer, der auch wirklich etwas wagt Schön daneben Hab dich verteidigt, wenn jemand etwas anderes sagt Schön daneben Ich gab deinen Worten immer Vorschuss auf Vertrauen Schön daneben Und lernte auf die harte Tour, auf deine Worte kann man nicht bauen Du redest schnell, du redest viel, doch wenn es zählt, merkt man, du spielst nur ein Spiel. Du machst aus jedem Rückschlag einen persönlichen Skandal und immer sind die anderen schuld, jedes Mal. Schön daneben [Verse] Du hast dir selbst erklärt, warum dein Chef dich nicht versteht, warum bei deinen Projekten ständig irgendetwas schiefgeht. Du hattest für die Kündigung gleich dreiundzwanzig Theorien, nur keine davon erklärte, warum andere längst weiterziehen. Wenn jemand widersprach, hast du sofort den Ton verschärft, als wäre jede Gegenrede ein Angriff, den man nicht verzeiht. Du wolltest immer ehrlich sein, solange es dir gefiel, doch Wahrheit wurde plötzlich unbequem, sobald sie dich betraf und bedeutete dann nicht mehr viel. [Pre-Chorus] Ich suchte lange nach dem Menschen, den ich am Anfang sah. Doch von dieser Hoffnung bleibt nichts zurück. [Chorus] Schön daneben Ich dachte, du wärst einer, der auch Gegenwind verträgt Schön daneben Doch du bist jemand, der nur in deiner eigenen Welt besteht Schön daneben Ich hielt dein lautes Auftreten für ein Zeichen von Format Bis ich erkannte, dass sich dahinter nichts als Selbstüberschätzung verbarg Du kennst für jeden Fehler einen Schuldigen, weil man dir was will. Nur wenn es um dein eigenes Handeln geht, dann wirst du still. Du nennst es nur Konsequenz, wenn jemand anders sie trägt Du machst es dir echt leicht im Leben Schön daneben [Verse] Du hast mir oft erklärt, was man im Leben besser macht, während du seit Jahren auf deinen großen Durchbruch wartest. Du wolltest meinen Rat, doch nur solange er dir schmeichelt, und wurdest wütend, sobald er deine Pläne anzweifelt. Irgendwann wurde mir klar, wohin der Wind bei dir weht, weil jeder gute Hinweis bei dir gegen deine Meinung steht. Ich wollte keinen Menschen, den ich ständig überzeugen muss, keinen, der bei dem leisesten Zweifel droht mit „Ich mache Schluss“. Sondern jemanden, bei dem ein klares Nein nicht gleich zum Kräftemessen führt, jemanden, der mehr als sein eigenes Ego spürt. [Bridge] Ich hab dich nicht verkannt, ich hab dir nur geglaubt. Jetzt ist keine Rechnung offen, kein letztes Wort zu klären. Ich muss dir nichts beweisen und dich auch nicht bekehren. Ich weiß jetzt, was dahintersteckt, wenn du dich groß erklärst: Du brauchst nicht meine Zustimmung, du brauchst nur jemanden, der sie dir gewährt. [Final-Chorus] Schön daneben Ich dachte, du wärst jemand, mit dem man Zukunft plant Schön daneben Bis ich begriff, dass jeder Plan bei dir im Konjunktiv stand Schön daneben Ich hab mich nicht in dir, nur in meiner Hoffnung geirrt Schön daneben Doch jetzt, wo ich dich verlasse, habe ich schon gewonnen, und du bist derjenige, der verliert. [Outro] Du kannst erzählen, was du willst, ich kenne eh jede deiner Versionen. Ich brauche keine Antwort mehr, du kannst mich damit verschonen. Und wirst du die Geschichte irgendwann erzählen, wirst du wieder dafür deine eigene Wahrheit wählen. Und wenn du dann erklärst, warum es mit uns zerbrach, dann sag ruhig, dass ich schuld war, wenn es dir das leichter macht. Mich interessiert es nicht mehr. Ich habe jetzt ein neues Leben. Ich weiß nur, dich damals zu lieben, war: Schön daneben