[Spoken word] ZWEITER AKT Was das Herz nicht vergessen kann Am nächsten Morgen. Das Brauhaus ist geschlossen. Durch die Fenster fällt weiches Licht. Auf einem Tisch stehen zwei Tassen Kaffee. Ein Morgen, der keiner sein sollte Hendrik sitzt allein an einem Tisch und schreibt in ein kleines Notizbuch. Fritz schleicht herein. [Orchestral violins and cymbal] [Verse] [Male Baritone vocals] Sie sind noch hier! [Male tenor Vocals] Das ist richtig. [Male Baritone vocals] Sie wollten doch abreisen! [Male tenor Vocals] Ich wollte auch einmal ein Haus bauen. Man darf nicht alles glauben, was man will. [Male Baritone vocals] Sie haben nicht geschlafen. [Male tenor Vocals] Doch. [Male Baritone vocals] Wann? [Male tenor Vocals] Zwischen zwei Gedanken. [Male Baritone vocals] Und was haben Sie gedacht? [Male tenor Vocals] Dass die Matratze zu weich ist. [Male Baritone vocals] Mein Herr, Sie sind verliebt. [Male tenor Vocals] Das wäre mir aufgefallen. [Male Baritone vocals] Nicht unbedingt. Die Liebe kommt manchmal leise. [Male tenor Vocals] Dann sollte sie künftig klingeln. [Aria Male tenor vocals] Der Morgen fragt nicht nach dem Gestern, er legt sein Licht auf jedes Haus. Die Vögel singen wie die ersten, als wär die Nacht längst wieder aus. Ich aber sitze hier und denke an einen Blick, ein Lachen nur. Und ob ich meinem Herzen schenke noch einmal eine offne Tür. Ich habe einmal sehr geliebt. Ich weiß, wie schön das Leben war. Ich weiß auch, was der Tod uns nimmt, und was von unsrem Glück noch da. Ihr Name lebt in meinen Tagen, in jeder stillen Jahreszeit. Ich werde sie im Herzen tragen, solang mein Herz zum Schlagen bleibt. Und doch — ich hör ein neues Lachen. Ein fremder Klang, ein heller Ton. Darf ich denn wieder Pläne machen? Ist Liebe Schuld? Ist sie ein Lohn? Ich will nicht tauschen, will nicht fliehen, will nichts vergessen, nichts verlier'n. Doch wenn zwei Herzen sich bemühen, kann eines wieder Heimat sein. [Fade out] [End]


