Die Lotosblume blühet So einsam auf dem See; In stiller Sehnsucht siehet Verlangend sie zur Höh. Des Ufers Schatten ruhten, Ach lange schon so kalt, Rings auf den tiefen Fluten, Die sie so kühl umwallt. Nun möchte sie gar balde Den Strahl der Sonne sehn, Vor dem zum dunklen Walde Die finstern Schatten gehn. Und sinnend durch die Fluten Fahr ich mit meinem Kahn; Es hats mit ihren Gluten Die Lieb' mir angetan. Ich bin mit meinem Leide So einsam und allein, Und möcht an ihrer Seite Doch gerne glücklich sein. Und doch in ihren Blicken, Die nimmer mich verstehn, Will es mir niemals glücken, Der Liebe Strahl zu sehn.