
Winterliches Brauchtum
For non-Austrians, briefly explained: Traditional customs and newly adopted customs are at odds with each other. Since nature in Austria goes into winter hibernation in November, December, and January, the imported customs do not fit in. This is a humorous take on the subject. Lyrics & design by Lygia @wulfenia Inhalt: Nikolo (Sankt Nikolaus), Santa Claus und das Christkind einigen sich bei einem „himmlischen Gipfeltreffen“ - aber wie es die Österreicher umsetzen werden, bleibt spannend… Natürlich ist das Treffen erdacht, aber der Hintergrund ist real! (zwinker!) Anmerkung: Sankt Nikolaus (entspricht dem niederländischen Sinterklaas) wird in Österreich am 5. Dezember gefeiert. Das „Christkind“ ist eine blondgelockte engelhafte kindliche Gestalt und bringt den österreichischen Kindern am Heiligen Abend heimlich Geschenke. [Strophe 1] Wenn der Advent die Kerzen anzündet und der Dezember leise weht, denk ich zurück an alte Zeiten, wo jedes Licht im Herzen steht. Zu Allerheiligen still die Kerzen, doch plötzlich spukt da fremdes Spiel – Halloween mit Masken und Lärm, wer hätt’ gedacht, dass das auf uns auch fiel? [Refrain] Bei uns in Österreich kommt seit je der Nikolaus, mit Krampussen an der Seite zieh‘n sie mit Gaben von Haus zu Haus. Doch Santa mit dem Rentierschlitten prangt durch Werbung, hell und grell – fast aufdringlich überall zur Stell‘. Also weihnachtlich noch ein „Klaus?“… Das Christkind flüstert leise: „Man liebt mich, doch der Kerl bootet mich aus! Die Kinder kennen mich kaum mehr, und dabei lieb‘ ich sie so sehr!“ [Strophe 2] Perchten ziehen in den Raunächten, um böse Geister fortzuwehn, doch heut’ schon Ende November hörst du Feuer und Gebrüll durch die Straßen gehn. Das Christkind legt im Stillen seine Gaben unter den Baum, doch kaum jemand schaut hin, Santa füllt schon jedes Bild – man glaubt es kaum. [Bridge (humorvoll)] Ich stell mir vor, sie treffen sich – Santa, das Christkind, der Nikolo: „Ich bin du und du bist ich, doch ich war schon früher hier, genau so.“ Santa lacht: „Na gut, ihr Lieben, ich zieh einfach weiter, hab Arbeit genug.“ Und das Christkind zwinkert schelmisch: „Wenn’s sein muss, verkrafte ich Werbung im Flug! Macht Bilder von mir und Schokogestalten – Becher, Puppen, Sticker aus mir, das Heimliche opfere ich gern dafür, Hauptsache, ich bleib‘ den Kindern erhalten!“ [Finaler Refrain] Bei uns in Österreich ist’s ein bisschen sonderbar, doch wenn das Christkind weiterleuchtet, bleibt Weihnacht so, wie sie immer war. Viele denken gar nie nach, manche mögen lieber Show und Krach, aber mit den neuen Marktideen verloren geht Kulturgeschehen. Was hier geschaffen und entstanden, bleiben soll’s in unseren Landen! Also, ich pfeif auf Halloween und Santa, auf all den grellen Marketing-Graus! Santa, Christkind, Nikolaus redeten sich so gut das aus! Mag sich’s ändern, bleibt’s besteh’n – es kann alles mal vergeh’n. [Outro 1] Wenn wir weiter das Fest der Liebe feiern und das Licht in unseren Herzen brennt, so ist’s genug und fein und richtig – in welcher Form, ist nicht so wichtig! Ob mit oder ohne Weihnachtsmann, kommt Weihnachten ja trotzdem an. Ein Funke Kinderglauben und alles wird wieder weit. So bleibt ein kleines Licht bestehen in dieser wunderlichen Zeit. [Outro 2 – originell variiert] Wenn wir weiter das Fest der Liebe feiern und das Licht in unseren Herzen brennt, so ist’s genug und fein und richtig – in welcher Form, ist nicht so wichtig! Ob mit oder ohne Weihnachtsmann, kommt Weihnachten ja trotzdem an.

