
[Intro – leise, getragen] Nicht jede Reise endet im Licht. Manche führen zuerst durch Erkenntnis. [Strophe 1] Nach dem letzten Atemzug tritt jede Seele ein In den Raum, der nichts vergisst und alles prüft, was sie war Lebensvertrag und Seelenziel liegen offen vor dem Blick Nicht als Urteil, nicht als Schuld sondern als Abgleich dessen, was blieb [Pre-Chorus] Was erreicht wurde, bleibt Was verfehlt wurde, ruft nach Klärung [Refrain] In der Anderswelt gibt es Gefängnisse Doch keine Mauern aus Stein Jede Seele baut sich selbst den Raum aus dem, was sie am meisten vermisst Nicht Schmerz ist die Strafe sondern der fehlende Ausgleich Was Freude war, wird Stille bis Einsicht möglich bleibt [Strophe 2] Der Hohe Rat verhandelt ruhig keine Stimme erhebt sich laut Der Sprecher nennt vor den Elementen was der Weg nun verlangt Feuer hört, ob Wille fehlt Wasser fühlt, wo Tiefe stockt Luft erkennt die Verwirrung Erde hält das Urteil fest [Pre-Chorus] Nicht Vergeltung ist das Ziel sondern Reifung [Refrain] In der Anderswelt gibt es Gefängnisse Individuell und genau Nicht um zu brechen sondern um zu lehren was eine Seele wirklich braucht Zeit ohne das, was sie nährte ohne den Klang, den sie liebte Bis Leere nicht mehr flieht sondern verstanden wird [Bridge – dunkler, fließend] Doch manche Seelen verweigern sich dem Spiegel, dem Ruf, dem Halt Sie lösen keinen Vertrag mehr ein und nennen Stillstand Freiheit Dann hält sie der Strom der Verdammten nicht aus Zorn, sondern aus Maß Bis Form sich nicht mehr halten kann und zerfällt im Zeitengras [Strophe 3] Die Seele kann nicht sterben doch sie kann sich verlieren Wenn sie nicht mehr vom Wasser des Lebens getragen wird Dann löst sie sich Schicht um Schicht Erinnerung wird Klang Bis nichts mehr bleibt als Essenz bereit für einen neuen Anfang [Letzter Refrain] Die Gefängnisse der Anderswelt sind kein Ende, kein Bann Sie sind Übergänge für Seelen, die sich neu ordnen müssen um weiterzugehen Und selbst Zerfall ist Rückkehr kein Urteil, kein Fluch Denn alles kehrt ins Wasser zurück und wird neu geformt – irgendwann [Outro – ruhig, weit] Nichts geht verloren. Nicht einmal das, was sich erst auflösen muss, um wieder leben zu können. [© SongSilke 2025 All Rights Reserved | Unauthorized use, reproduction, remixing, adaptation, or distribution of this work without explicit written permission is strictly prohibited and will be enforced under applicable copyright laws.]

