
(Langsam, tief, mit heiserem Atem und leichtem norddeutschen Einschlag) „Aye… da draußen, wo das Meer kein Ende kennt, da zieht er noch immer umher… der Klabautermann. Man hört ihn nachts, wenn das Holz ächzt und der Wind durch die Taue pfeift. Ein alter Geist, sagt man – Freund und Fluch zugleich. Er hält das Schiff am Leben… doch zeigt er sich, dann weiß jeder an Bord: Der Sturm kommt näher – und das Meer will Opfer.“ Strophe 1: Weit draußen, wo die Wellen steh’n, da hört man manchmal singen, ein Wispern zwischen Wind und Schnee, ein Klopfen und ein Klingen. Er streicht durchs Holz, er kennt das Schiff, wie keiner sonst an Bord, ein alter Geist mit salz’gem Griff, und flüstert leise Wort. Refrain: Klabautermann, Klabautermann, der lacht im Sturm, so laut er kann! Er tanzt auf Masten, schlägt den Takt, wenn Donner rollt und Himmel knackt. Klabautermann, Klabautermann, der Geist vom Meer, der helfen kann – doch siehst du ihn mit nacktem Blick, kehrt bald das Schicksal dich zurück. Strophe 2: Er flickt das Segel, wenn du schläfst, und zählt die alten Narben, er pfeift, wenn du die Richtung drehst, und wacht über die Farben. Doch wehe dem, der Spott ihm bringt, der Geist vergisst es nie – dann heult der Wind, das Tauwerk singt, und Stürme zieh’n wie Vieh. Refrain: Klabautermann, Klabautermann, der lacht im Sturm, so laut er kann! Er tanzt auf Masten, schlägt den Takt, wenn Donner rollt und Himmel knackt. Klabautermann, Klabautermann, der Geist vom Meer, der helfen kann – doch zeigst du Furcht, dann greift er zu, und zieht dich fort in tiefe Ruh. Strophe 3: Er kennt den Kurs, den keiner sieht, den Pfad durch Sturm und Schatten, wo jedes Herz im Takte zieht, und Wellen Namen hatten. Er lacht, wenn ferne Donner geh’n, sein Auge glüht wie Brand, er segelt dort, wo Seelen steh’n, am schwarzen Meeresrand. Bridge: Im Nebel sieht man manchmal schwach sein Licht im Mastkorb brennen, dann weiß der Matrose in der Nacht: Das Meer wird bald sich wenden. Letzter Refrain: Klabautermann, Klabautermann, du alter Freund vom Ozean, bewahr die Seelen, halt sie fest, auf ihrer letzten Sturmfahrt west. Klabautermann, Klabautermann, du lachst, bis keiner’s hören kann – dann sinkt das Schiff, und still im Sand ruht auch dein Lied vom Klabautermann.

