
In der Dämmerung, wenn Schatten flieh'n, Erwacht die Stadt zu neuem Sinn. Ein weißes Band durchzieht die Gassen, Wo Menschen sich zum Feste fassen. Weiße Nacht, du Zauberspiel, Vereinst uns all' zu einem Ziel. In Harmonie und Heiterkeit, Vergessen wir die graue Zeit. Tische weiß wie frischer Schnee, Gedeckt mit Köstlichkeiten - oh je! Picknickkörbe öffnen sich geschwind, Während Lachen durch die Lüfte rinnt. Die Läden locken mit Licht so spät, Wo sonst der Abend früh vergeht. Flanieren, stöbern, Freunde treffen, Das Leben feiern, nicht nur äffen. Weiße Nacht, du Melodie, Der Eintracht und Philanthropie. In Freundschaft und Gemeinsamkeit, Schwindet jede Einsamkeit. In weißer Pracht die Menge wogt, Als hätt' der Mond die Stadt gelobt. Genuss und Freude hand in hand, Verwandeln Straßen in Zauberland. Die Uhren ticken, doch niemand hört, Bis Mitternacht die Stille stört. Doch bleibt die Magie im Herzen wach, Ein weißer Traum bis nächstes Jahr. Weiße Nacht, du Seelenband, Verbindest Herz und Stadt und Land. In Einheit und Diversität, Blüht unsre Lebensqualität.

