
(Strophe 1) Sie schenkt Gin mit einem Lächeln, halb echt, halb verloren, studiert tags Philosophie, doch die Nächte sind ihr Lohn. Unter blauen Schatten, wo das Saxophon fließt, träumt sie von Akkorden, die sie nie ganz vergisst. (Refrain) Oh, Baby, spiel mir noch ein Stück, ein sanftes Lied von Glück und Unglück, denn dein Saxophon hat mich verführt – doch der Beat von ihm hat mich berührt. (Strophe 2) Er blies den Rauch in goldene Spiralen, sein Ton war süß, wie heimliche Gestalten. Sie küssten sich im letzten Set, zwischen Jazz und Zigarett’. Doch als der Morgen die Bühne fand, war sein Platz leer, kein Klang, keine Hand. (Refrain) Oh, Baby, spiel mir noch ein Stück, ein sanftes Lied von Glück und Unglück, denn dein Saxophon hat mich verführt – doch der Beat von ihm hat mich berührt. (Bridge) Und wenn der Regen an die Scheiben tropft, tanzt ihr Herz im falschen Takt, sie hört das Schlagzeug – boom, ba-da-boom – und weiß, dass Liebe selten taktvoll ist. (Letzte Strophe) Jetzt sitzt sie nachts im weichen Licht, der Drummer lächelt, doch sagt nichts. Zwei Herzen schlagen, ungestimmt, ein Jazz, der niemals ganz vernimmt. (Coda / Outro) Zwei Männer, ein Lied, ein süßer Betrug, die Liebe im Takt – nie ganz genug. Und wenn der letzte Ton verweht, weiß sie: Sie kam nur zwei Takte zu spät.

