
[Do not force strict rhythm. Follow emotional phrasing of the lyrics. Allow lines to stretch or shorten naturally.] (The performance should feel like a late-night recording in a quiet room. Very close microphone, audible breathing, intimate atmosphere. Avoid strong rhythm, keep it floating and organic.) [STROPHE 1] –( leise, nah) Ich steh im Flur und lass das Licht noch an, Als müsste jemand gleich noch kommen. Die Stimmen aus dem Radio Klingen wie von weit her angenommen. Sie sagen wieder irgendwas von „uns“, Und ich versuch zu verstehen, Wer dieses „uns“ eigentlich ist – Und ob wir uns noch sehen. [REFRAIN – vorsichtig, noch unsicher] Vielleicht liegt es nicht an ihnen, Vielleicht eher hier bei mir, Vielleicht fängt das, was sich verändern muss, Ganz leise an – bei dir. [STROPHE 2] – (Beobachtung wird konkreter) Es gibt so viele einfache Sätze jetzt, Die passen in jede Tasche. Man kann sie überall hin mitnehmen Und wiederholen wie eine Flasche. Und ich hör sie im Treppenhaus, Im Bus und beim Bäcker, Und keiner hebt die Stimme, Nur manchmal hebt jemand die Augenbraue. Früher hab ich gedacht, Das würde man merken, Wenn etwas kippt. Jetzt kippt es leise. [REFRAIN – etwas klarer] Vielleicht liegt es nicht an ihnen, Vielleicht eher hier bei mir, Vielleicht fängt das, was sich verändern muss, Ganz leise an – bei dir. Und wenn wir uns noch erreichen, Trotz allem, was passiert, Dann ist da noch ein Rest von etwas, Das nicht ganz verschwindet hier. [STROPHE 3] – (Selbstzweifel & Schweigen) Vielleicht war das alles Nie wirklich weg, Nur gut versteckt Hinter höflichen Gesprächen. Und jetzt steht es wieder da, Ohne sich zu entschuldigen, Und wir stehen daneben Und tun so, als wär’s kompliziert. Ich sag nichts, Weil ich nicht weiß, Ob ich die richtigen Worte finde. Und während ich nichts sage, Sagen andere ziemlich viel – Und irgendwann Ist mein Schweigen Ein Teil von ihrem Spiel. [BRIDGE – emotionaler Kern, fast zerbrechlich] Die Welt ist zu groß geworden Für dieses kleine Zimmer hier, Und trotzdem kommt sie rein Durch jedes offene „wir“. Und manchmal wirkt es einfacher, Wenn jemand sagt: „Ich regel das schon“ – Aber irgendwas daran Fühlt sich falsch beruhigend an. [REFRAIN – getragen, deutlich] Vielleicht liegt es nicht an ihnen, Vielleicht eher hier bei mir, Vielleicht fängt das, was sich verändern muss, Ganz leise an – bei dir. Und wenn wir uns nicht verlieren In allem, was uns trennt, Dann bleibt vielleicht noch etwas übrig, Das man Hoffnung nennt. [OUTRO – offen, ruhig verklingend] Ich steh im Flur und mach das Licht jetzt aus, Es kommt heut niemand mehr. Aber ich bleib noch einen Moment hier stehen Und hör, ob ich mich wieder hör. Vielleicht ist das nicht viel – Aber vielleicht reicht das schon, Dass man nicht einfach still bleibt Und so tut, als wär da nichts.

