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Unter deiner Haut aus Licht

Unter deiner Haut aus Licht [Strophe 1] Der Abend trägt ein leises Kleid, die Luft riecht nach Unendlichkeit. Zwei Blicke finden ihren Grund, kein Wort verlässt den warmen Mund. Die Kerze malt die Schatten weich, kein König wäre heute reich. Denn alles, was die Welt verspricht, liegt plötzlich still in deinem Blick. [Pre-Chorus] Die Zeit vergisst ihr altes Maß, als ob sie nie vergangen war. Ein Schritt zu dir, ein Atemzug – mehr braucht die Nacht für ihren Flug. [Refrain] Nackte Haut im fahlen Licht, der Mond vergisst sein eigenes Gesicht. Wilder Schweiß wie warmer Regen, zwei Seelen folgen alten Wegen. Ein Flüstern aus tiefem Geheiß, heiß wie Feuer, klar wie Eis. Kein Laut verrät, wohin wir geh’n, nur unsere Herzen können’s seh’n. [Strophe 2] Dein Herz schlägt leise gegen meins, als wären zwei nur plötzlich eins. Der Atem zeichnet still den Raum, wie Farbe in einem alten Traum. Die Sterne halten ihren Lauf, der Morgen wartet draußen drauf. Doch hinter dieser kleinen Tür gehört die ganze Welt nur dir. [Bridge] Kein Anfang war je so still, kein Ende wusste, was es will. Zwei Hände schreiben ohne Schrift ein Lied, das jede Angst zerbricht. Die Nacht trägt unser Schweigen weit, verliert sich selbst in Zärtlichkeit. Und irgendwo zwischen Mut und Sinn beginnt ein neues Leben in uns drin. [Finale] Wenn erstes Licht die Schatten bricht, vergisst der Morgen unser Licht. Doch tief im Herz, ganz unberührt, bleibt jener Augenblick konserviert. Nackte Haut und warmer Wind, der weiß, wer wir gewesen sind. Und jedes Mal, wenn Liebe spricht, kehrt diese Nacht zurück ins Licht. [Finale] Es beginnt in den Beinen, als würd’ ein neues Feuer scheinen. Steigt empor durch Bauch und Brust, trägt den Atem voller Lust. Bis der Himmel in uns bricht, und die Zeit ihr Maß vergisst. Kein Ich mehr, kein Du allein, nur ein leuchtend helles Sein. Jeder Zweifel fällt wie Stein, jede Wunde wird nun klein. Was uns eben noch getrennt, hat sich lautlos neu erkannt. Eine Welle, warm und weit, trägt uns aus der Endlichkeit. Nicht Besitz und nicht Verlangen – nur zwei Herzen, die empfangen. Und als der Morgen leise lacht, hat das Licht die Nacht entfacht. Was in uns zu glühen begann, nimmt uns still als Menschen an.