
Märchenstunde Das Märchen das hier steht beginnt mit der Globalfloskel, es wird einmal sein… Das Märchen von der Märchensteuer, liebe Steuerzahler, ist vom Tisch, daraus wird gerade eine Saga gezimmert. Wir wollen uns heute dem Märchen der Papierflieger widmen. Es wird eine kleine Gruppe aus einer Führungsschicht eines Milliardenunternehmens zu den Füßen eines großen Meisters genannt. Mc Krogie, Meister Mc Krogie soll den traumhaften Gewinn noch nachhaltiger werden lassen. Schon merken wir, wir sind mitten im Märchen aus „Tausend und einem Unternehmer.“ Im Wohlklang der Gewinneuphorie sollen besagte Manager in einer organisierten Gruppenarbeit Papierflieger bauen, jeder der Herrschaften hat einen Schritt im Bau der Flieger zu bewältigen. Es kommt dazu, fünf Flieger entstehen nach einer festgelegten Zeit. Der Märchenprinz aller Wirtschaftsbosse schwingt sein Zepter, Burschen, das muss koordinierter gehen. Neue Worte für Märchen, aber wir glauben ja auch an die Märchensteuer, welche alles besser werden lässt. Mc Krogie spricht, genau das ist euer Problem, vor euren Augen verschwimmen die Eurozeichen, darum weil ihr nicht effizient die Arbeitsprozesse ineinanderleitet. Und siehe da, wie vom Blitz getroffen, unseren Managern fällts wie Schuppen von den Augen, wie konnten sie das nur nicht sehen, es geht auch mit viel weniger. Wir müssen nur passgenau hundertzehn bis hundertneunzig Prozent aus den Mitarbeitern herausholen. Das Ergebnis nach erneutem Versuch gab Mc Krogie Recht, dreimal so viele Papierflieger, so gehts. Mit Huld und Lohn wird Mc Krogie überschüttet und weil alle Märchen auch ein Ende mit Moral haben, gibt es auch hier das selbe. Noch in der selben Nacht machten sich die Herren Manager daran, ihren Plan mit Zuversicht durchzusetzen. Papierflieger Mentalität, das Programm besagt, mit einem Drittel kann man dreimal so viel leisten, es kommt nur auf die Effizienz an. Wir schwenken um zum aktuellen Papierfliegererhöhungsmärchen, glauben Sie noch an die um drei Prozent erhöhte Märchensteuer?

