
Hinter allem Strophe 1 Ich geh durch die Straßen, als wär ich hier bestellter Gast, an Schaufenstern vorbei, in denen du nie gestanden hast. Der Himmel hängt schief überm Späti, die Nacht macht, was sie will, und in irgendeinem Hauseingang steht die Luft mit deinem Willen still. Strophe 2 Zwei Leute lachen unten, ein Hund zieht an der Leine, ein Taxi schiebt sein gelbes Elend durch die nasse Straßenrinne. Alle wissen, wo sie hinmüssen, nur ich weiß es mal wieder nicht, ich such dich hinter allem, hinter jedem schmutzigen Licht. Refrain Hinter allem such ich dich, hinterm Rauch und hinterm Regen, hinter dem, was übrig bleibt, wenn sich zwei nicht mehr bewegen. Nicht im Fenster, nicht im Flur, nicht in irgendeiner Spur. Und wenn ich lang genug noch geh, landet alles doch im Nichts. Strophe 3 Mein Zimmer riecht nach gestern, nach Staub, Kaffee und Zeit, auf dem Tisch liegt diese Stille, zu nichts mehr richtig bereit. Ich seh mich in der Scheibe, blass wie ein Versehen, und denke, es ist unerquicklich, sich selber so zu sehen. Strophe 4 In mir arbeitet das Blut noch, als gäb es was zu tun, als könnten diese alten Adern sich auf irgendeine Antwort ausruhn. Aber alles, was ich denke, macht den Abend nur noch schwer, und alles, was ich über dich weiß, weiß ich eigentlich nicht mehr. Refrain Hinter allem such ich dich, hinterm Rauch und hinterm Regen, hinter dem, was übrig bleibt, wenn sich zwei nicht mehr bewegen. Nicht im Fenster, nicht im Flur, nicht in irgendeiner Spur. Und wenn ich lang genug noch geh, landet alles doch im Nichts. Bridge Vielleicht bist du nur das, was fehlt, wenn einer geht. Vielleicht bist du die Unruhe, die noch im Türrahmen steht. Vielleicht hat diese Sehnsucht überhaupt kein Gegenüber, und ich red seit Wochen mit dem Wind und nenn das dann „für immer“. Letzter Refrain Hinter allem such ich dich, hinter mir und den Geschichten, hinter den paar Gewohnheiten, die mein Leben noch verrichten. Nicht im Kuss und nicht im Streit, nicht in Trost und nicht in Zeit. Und wenn ich eines wirklich lern, dann, dass man ohne Antwort weiterlebt.

