Der letzte Falter (Poetische Parallelfassung zu "The Last Butterfly" – Gerd Groß, 2025, Endfassung) Strophe 1 Ein zarter Flügel, kalt und klar, am Fensterglas – so still, so starr. Vom Kerzenlicht in Nacht gerufen, will er hinüber - das Licht berufen. Strophe 2 Doch eine Hand, unsichtbar, sacht, spricht leise: "Warte nur die Nacht." Er spürt die Wärme, nah und fern, und träumt sich tief zu seinem Stern. Strophe 3 Sein kleiner Leib im Frost gefangen, geboren frei – nun still vergangen. Er sieht das Licht, so weich, so nah — Ein Lied verweht – sein Lebensjahr. Refrain Er denkt an Sonne, an Sommerwind, an Blütenduft, der flieht geschwind. Er gibt sein Leben noch einmal hin, Er gäbe's hin – wie einst im Sinn. Strophe 4 Er träumt vom Tanz im Abendgrün, vom Spiel der Zeit, vom Wiederblühn. Und in sich spürt er leise still, den letzten Hauch, der sanft ihn stillt. Bridge Er breitet Flügel – dünn, so zart, und fliegt, wohin kein Schatten ward. Kein Zweifel mehr, kein Blick zurück, er fliegt ins Licht, in sein Geschick. Outro Er steigt hinauf, die Welt wird weit, der Wind umfängt ihn – Sternenzeit. Und aus der Höh, so still, so hell, er fliegt – und fällt – und ruht zur Stell. (Piano) er fällt – und fliegt – und ruht zur Stell. hmmm, hmmm, hmmm (quite Piano) er fällt – und fliegt – und ruht zur Stell. aaah, aah, aah © Gerd Groß 2002 – Deutsche Parallelfassung 30.10.2025