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25. Sieben Schatten über mir (Rock)

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V5

Ein leiser Ruf im Morgengrau, ein Herz, das sucht — ich weiß genau: Wo Brüder flogen, schwarz und blau, da ruft das Schicksal mich nun — Frau. Ich war das Kind, um das sie bangten, ihr siebtes Herz, ihr siebter Stern. Im Zorn verflucht, vom Wort gefangen, trug jeder Bruder Flügel fern. Die Schuld lag schwer auf meinem Leben, doch keiner gab mir je die Last. So schwor ich still: *Ich werd’ es beheben*, und ging hinaus — trotz Angst ohne Rast. **Sieben Schatten über mir, doch ich fand den Weg zu dir. Brüder, hört mich durch die Nacht — ich hab eure Form entfacht. Sieben Flügel, schwarz und schwer, doch ihr liebt mich umso mehr. Nun kehrt heim, die Welt wird weit — endlich frei in Ewigkeit.** Ich suchte im Wasser, der Luft unter Steinen, fragte den Wind nach jenem Ort. Der Morgen sprach in goldnen Reimen, der Abend trug mich weiter fort. Bis ich den Berg aus Glas bezwang, und klopfte sacht an seine Fassade. Die Welt dahinter — kalt und bang — doch ich ging weiter ohne Gnade. Die Sonne brannte heiß und wild, sie fraß ein jedes Menschenkind. Ich floh Rasch zum kalten Mond: „Ich riech’ ein Kind, das hier wohl wohnt!“ Da rannte ich fort, so schnell ich konnt’, zu Sternen, die freundlich waren prompt. Der Morgenstern sprach mild und fein, gab mir ein kleines Hinkelbein: „Bewahr es gut, halt’s stets bereit — nur so öffnest du den Glasberg weit, **Sieben Schatten über mir, doch ich find’ den Weg zu dir. Brüder, hört mich durch die Nacht — ich hab eure Schuld entfacht. Sieben Flügel, stumm und schwer, doch ich lieb’ euch umso mehr. Wenn nur ein Herz die Ketten bricht, kehrt ihr heim ins Sonnenlicht.** Sie saßen still an tiefen Tischen, als wären Jahre nur ein Hauch. Ich legte mich in ihre Zwischen, mein Herz sprach lauter als mein Bauch. Das kleine Fingerpfand der Tür erkannten sie — so wie ich war, Und einer rief: „Das Blut ist ihr! Das Mädchen! Unsre Schwester — klar!“ Sie warfen Federn ab wie Tränen, und jeder Tropfen wusch die Zeit. So fiel das Dunkel von den Sehnen, und jede Schuld war still befreit. **Sieben Schatten über mir, doch ich fand den Weg zu dir. Brüder, hört mich durch die Nacht — ich hab eure Form entfacht. Sieben Flügel, schwarz und schwer, doch ihr liebt mich umso mehr. Nun kehrt heim, die Welt wird weit — endlich frei in Ewigkeit.** Ich ging allein — doch nie verlassen. Denn Blut ruft Blut, auch ohne Wort. Und wer den Mut hat, sich zu fassen, der trägt die Liebe mit sich fort. **Sieben Schatten über mir, doch jetzt stehen wir hier. Hand in Hand, das Herz befreit — Schmerz verweht in Dunkelheit. Sieben Brüder, sieben Seelen — keiner muss mehr fliehen, fehlen. Denn ein Herz, das Liebe spricht, holt selbst Raben heim — ins Licht.** Der Himmel klar, die Wege warm, und Frieden liegt in jedem Arm.