
[Strophe 1] Sie singen noch von Liebe, als wär nichts geschehen, von Herzen, die sich finden, und vom niemals Auseinandergehen. Man verspricht für drei Minuten eine heile Welt, während draußen längst ein anderer Maßstab zählt. [Strophe 2] Man kennt die alten Lieder, jedes Wort ist uns vertraut, und hat einst auf ihre großen Versprechen gebaut. Doch hört man sie heute, klingt vieles fremd und leer Melodien sind geblieben, doch die Sehnsucht nicht mehr. [Refrain] Es endet ein Kapitel, ein Stück unserer Zeit, voller Träume und Glückseligkeit. [Strophe 3] Wir haben aus der Sehnsucht ein Geschäft gemacht, aus jedem kleinen Wunder eine Ware für die Nacht. Dabei waren diese Lieder einmal mehr als schöner Schein, sie ließen selbst in dunklen Stunden niemanden ganz allein. [Bridge – zurückgenommen, beinahe gesprochen] Vielleicht sind nicht die alten Lieder verklungen, vielleicht ist uns ihr wahrer Sinn entschwunden. Vielleicht ist nicht der Schlager am Ende der Zeit, sondern wir selbst sind für seine Wahrheit nicht mehr bereit. [Letzter Refrain – kraftvoll] Es endet ein Kapitel, ein Stück unserer Zeit, voller Träume und Glückseligkeit. Doch vielleicht stirbt das Lied nicht, das uns einst verband nur die Welt, die in seinen Geschichten noch Heimat fand. [Outro – allein, ohne Chor] Die alten Lieder bleiben. Die Zeit bleibt nicht steh'n. Doch irgendwann muss jedes Lied der Wirklichkeit entgegengeh'n.


