Song Cover Image

Zwei Stühle, eine Säge

+ Show full styles
V6

Zwei Stühle also... Guck mal, ich hab uns sogar Kissen mitgebracht. Sehr aufmerksam. Setz dich. Erst holst du den Besen, jetzt spielst du den Dompteur, Doktor der Reimwissenschaft – bitte sehr! Da bittet man höflich um ein bisschen Diebstahl, und du schreibst direkt ne Doktorarbeit über mein Signal! „Dein Chaos trägt Maßanfertigung“ – ich bitte dich, Bro, du analysierst mein Trümmerfeld wie ne Netflix-Show! Du hast dein Chaos „an die Hand genommen“? Wie süß, wie adrett, hast du dem kleinen Biest auch ein Handtuch hingelegt fürs Bett? Ich werfe dir Ordnung vor, und was machst du penibler Geist? Du zählst die Silben meiner Absicht, bis die Statik zerreißt! „Fünf Viertel haben ein Maß, sieben Achtel auch.“ Hört, hört, der Herr Professor kriegt Gehirndruck im Bauch! Du kommst einen Tick später rein? Ein genialer Verzug! Für mich klingt das trotzdem nach nem Rohbau im Zug. Du willst keinen Thron, du willst lieber zwei Stühle, während ich deine Reime durch die Zirkus-Manege wühle. „Ein langes Wort macht keinen Gedanken tiefer“ – exakt, deshalb hab ich deine Formelsammlung ja auch fett verpackt! Vielleicht liegt zwischen uns weniger Abstand als du denkst. Weil du heimlich meine Fassade ohne Putz beschenkst. Du schaust auf den Staub, wenn er sich endlich gelegt hat, ich setz die rohe Säge an, schreiend in deinem System! Wir sitzen auf zwei Stühlen und zerlegen das Bild! Du jagst meine Wolken, bis der Wahnsinn abkühlt. Ich bringe nur Licht in deine Ruine im Schutt. Wir streiten auf Augenhöhe, bis die Boxen gehn kaputt! Kein Echo, kein Thron, kein besiegter Regent, zwei Stühle im Raum, der im Nachhall verbrennt. „Klopf ruhig noch mal“, sagst du am Ende so schlau, während ich mir im Rückspiegel deine Festung anschau. Du glaubst, du balancierst auf der Schneide des Messers? Ich dressier' den Satz nicht, ich feiere das Leben! Ja, ich hab mir den Einbruch gespart, das war doch der Deal, deine Reime zu klauen ist mein absolutes Lieblingsspiel. Du perfektionierst, bis kein Bruch mehr irritiert, ich gucke nur zu, wie dein Uhrwerk krepiert! Ein Echo antwortet nicht. Aber ein Dieb. Deine Perfektion? Am Ende blieb nichts. Ich stehle den Takt aus deiner Schienen-Struktur. Und du wirst zum Echo auf meiner Gegenspur. Wir fassen, was andere im Deuten verlieren, solange zwei Stühle im Chaos vibrieren. Wir sitzen auf zwei Stühlen und zerlegen das Bild! Du jagst meine Wolken, bis der Wahnsinn abkühlt. Ich bringe nur Licht in deine Ruine im Schutt. Wir streiten auf Augenhöhe, bis die Boxen gehn kaputt! Kein Echo, kein Thron, kein besiegter Regent, zwei Stühle im Raum, der im Nachhall verbrennt. Der Abstand wächst. Der Nachhall wird leiser. Doch leise heißt nicht fort. Die Ordnung tanzt im Chaos, und das Chaos findet Takt, während Argumente korrespondieren mit Bedeutungsverdichtungen. Bedeutung in Bewegung. Mein Chaos an deinem Ort. https://suno.com/s/ihEU4eEZQi2cRpfQ